„Ein Ring sie zu knechten“,
hat für dich, glaube ich
nach unserem Filmabend
angefangen, eine ganz neue Bedeutung zu tragen!

Wir beide sind Tagträumer,
deshalb fällt uns das früh aufstehen schwer,
Künstler sind wir übrigens auch,
doch beim Kunst schaffen, darf Tee nicht fehl‘n,
das ist so brauch.
In einem Punkt unterscheiden wir uns,
du malst und ich beschrifte
Kunst.

Wir sind die, die noch auf Normen achten,
hoffen, dass wir nie aus uns'rer Fantasie erwachen
und wir denken,
wir können es schaffen,
die Welt ein Stückchen besser zu machen.

Ich bin eine von 8 Milliarden,
will auch was wagen
und ab und zu mein Chaos beklagen.
Darf oftmals keine Ahnung von den neusten Neuigkeiten haben,
denn ich kann die Narben uns'rer Welt nicht tragen.

Ich lauf' oftmals gegen Wände,
besitze zwei ziemlich linke Hände,
verlier‘ mein Gleichgewicht,
bin meist schuld, wenn was zerbricht.
Weiß nicht, wie man das abstellt,
war schon immer die, die aus dem Rahmen fällt.

Du bist meiner von 8 Milliarden,
über dich kann ich mich nicht beklagen,
da wir oft viel zu lang nachts wach lagen
und in den Sternenhimmel starrten.
Mit jedem Stern, der zu Boden schwebt,
wünsche ich mir,
dass unser Licht nicht ausgeht.

Bei dir fühl‘ ich mich geborgen,
hier kann ich sein,
du bist mein „Daheim“
und ich weiß, du wirst noch da sein,
am nächsten Morgen.

Ich will nur, dass du weißt
wie sehr ich dich mag,
denn ich werd‘ nicht vergessen,
was ich an dir hab‘!

Wir sind nur zwei von 8 Milliarden,
das macht uns noch lange nicht zu Ikonen,
doch glaub mir, es wird sich lohnen
und wir werden über allen anderen thronen,
wenn wir ein Wagnis zu zweit wagen.

Du mein Khal, ich die Khaleesi,
das zwischen uns ist wie Magie,
drum‘ lass uns möglichst viel verzaubern
und möglichst viel verloren geh‘n,
so kann ich mich mehrfach freu‘n,
dich nach dem Finden wieder zuseh‘n.

Lass mal zusammen sitzen
und schauen wie die Blätter zu Boden gehen.
Lass dabei Tee trinken und sagen:
„Der Herbst ist schön“.
Lass dann dem Ander'n in die Augen seh‘n
und sich ohne Worte versteh‘n.

Ich liebe es mit dir zu schweigen,
weil unser Schweigen Bände spricht
und würde ich es aufschreiben,
hätten wir mehr als ein Gedicht.

Du fehlst mir, wenn du gehst,
aber ich kann den Schmerz ertragen,
denn du hast nicht vor
langfristig „Good bye“ zu sagen.

Denn das ist mehr zwischen uns
als bloß ein Lebensabschnitt,
wir nehmen uns gegen
seitig auf Abenteuer mit!

Ich bin „Dein Schatzzz“,
darum‘ bemühst du dich mich nicht zu verlieren
sowie keine Schläge in Mordor zu riskier‘n!
Doch „Herr der Ringe“ ist kein Liebesroman,
da werden Schätze in Schicksalsberge getan.

D'rum schreiben wir hier Geschichte um,
hat ja auch was mit Kunst zu tun!

Du schaffst es
von diesen 8 Milliarden Menschen
auf der Welt,
der zu sein, der mich zusammenhält,
festhält,
mit dem die Zeit nie lang anhält.

Wo aus Stunden, Minuten und Sekunden werden,
nein, das bekomm‘ ich nicht für Geld
und selbst wenn,
ich würde dich stehlen, irgendwann,
da ich mir so etwas Kostbares, wie dich
einfach nicht leisten kann.

Du bist ein stiller Poet,
der mit Stiften Wunder schaft,
hätt‘ vor dir nicht d'ran gedacht,
dass aus so wenig und deinen Händen,
so Schönes entsteht!

Kurzer Flashback ins Jahr 2014,
in dem es mir schwerfiel
mein Selbstbewusstsein wahrzuneh‘m.

Das hier geht an meinen Ex,
der sich gern mal überschätzt,
als Warnung für die Nächste,
die er sitzen lässt!

„You know nothing“,
denn Wissen ist nicht so dein Ding…

„I will take, what is mine‘‘!
Ja, das ist dann meine Line!

Jetzt wird die rosarote Brille abgenommen,
um auf deine hundert Macken zurückzukommen!
Du hast immer recht und das ist kompliziert,
denkst, du wärst der Babo, der alle rasiert!

Sagst, würdest dich für mich in den Boden schämen,
dabei hat uns doch noch nie jemand zusammen gesehen!
Hältst nichts von Romantik, Versprechen, Klischees,
erstickst an den Gräten deines Tofu-Filets!

Ich schau' in den Spiegel, wenn ich 'ne Göttin sehen will,
doch wenn ich zu dir rüber seh', krieg' ich 'nen Overkill!
Schenk mir keine Rosen, die brauche ich nicht mehr,
sieh es endlich ein, das Leben ist nicht fair!

Du setzt deine Prio, wie 'n Businessmann,
glaube mir, ich sage dir, dass der auch nicht alles kann!
Pass' auf sonst scheiß' ich auf dein' Terminkalender,
bin weg, Diggah, hab nämlich Tinder!

Du bist überzeugt, Gold kommt aus deinem Mund,
doch Träume können zerplatzen, es läuft nicht immer rund!
Du machst auf Klavierspielermusterschülermutterslangerhoffersohn,
doch bist nur ein Mutant mit nicht genügend Glückshormon!

Ich hätt‘ da noch ‘n paar Ideen, womit ich dich schmücken kann,
fangen wir doch erst mal mit deiner Fresse an!
Ich kann dein Grinsen nicht mehr seh‘n,
zieh' deine Mütze runter,
deine Witze werd‘ ich nie versteh‘n,
geh' mit ihnen unter!

Es ist traurig, ich kann es nicht begreifen,
Vertrauen war mal da!
Nun ist da nur noch Lust,
wo mal die Liebe war.

Doch ich glaube es wird langsam Zeit,
für eine ausführliche Game night.
Nur du und ich, sonst niemand,
bist wie ‘n Bogen, angespannt!
Doch sagst nicht nein,
denn du liebst es Sieger zu sein.

Doch was du nicht bedacht hast, war:

Die Sprache ist die Königsdisziplin
und im „mit Worten malen“ bin ich die Queen,
du brauchtest für‘s Reden schon immer 'n Composer,
Sorry Süßer, Game over!

Gegenwart 2018,
hab‘ gelernt wie wichtig es ist im „Jetzt“ zu leben,
denn verpasste Momente
kann dir keiner wiedergeben
und „Ich bin nicht mehr dreizehn“!

Denn wir sind zwei von 8 Milliarden:

Wollen mal im Rhein baden,
in den Garten Eden gehen,
nach dem Sinn des Lebens fragen
und nicht allein im Regen stehen.

Wollen den Sonnenaufgang über‘m Meer sehen,
die Wahrheit sagen,
einen Schritt in Richtung Abgrund wagen
und gemeinsam Fehler begehen.

Wollen das schlechte Gewissen, dazu bringen nicht mehr an einem zu nagen,
uns Träume anzünden,
den Rauch in den Himmel blasen
und ihm zusehen, beim Verwehen,
uns keine Unmöglichkeiten mehr aus dem Kopf schlagen

und nur einmal die Welt verstehen.
©Alina Jacobs

Sept. 10, 2018, 6:17 p.m. alina 0

„Ich male alles schwarz”, sagst du mir und ich schaue zweifelnd auf meinen Buntstift.
Ich meine das Rot hat die Farbe einer aufgehenden Sonne gehabt,
hat den Tag eingeleitet und gesagt:
„Ich beende jetzt die Nacht”,
wie kann ich denn schwarz malen, wenn mein Stift ein Sonnenaufgang ist,
von solcher Schönheit, dass man ihn nur schwer vergisst?

Das habe ich dir erzählt,
doch du hast es nicht gehört,
weil dich seit jeher die Meeresbrandung stört.
„Sie sei zu laut”, beklagst du dich und in solchen Momenten bemitleide ich dich.
Denn du hast dich schon immer schwer getan, bei den Wundern des Ozean.

Mich stört deine Draufsicht auf die Dinge, die mich faszinieren.
Du hast eine absolute Meinung vom Unbekannten, das, was du nicht kennst und ich sage dir,
Zeit vergeht nicht schneller,
selbst wenn du rennst.

Du kannst nicht allen Bildern einen schwarz-weiß Filter geben,
denn diese Aktion entzieht ihnen
ihr ganzes Leben.

Du bleibst davon unbeeindruckt, sagst ich würde schon noch verstehen,
wie es dazu kommt, den Blick für Farben nicht (mehr) wahrzunehmen.
Ich sagte, ich würde dir das nicht glauben, doch du hast nur müde gelächelt und zu den Büchern gezeigt,
die von Tag zu Tag mehr verstauben.

Mit der Zeit bin ich älter geworden,
hab erkannt, Menschen lassen sich nicht in Schubladen ordnen,
jedoch herrschen Lügen und Intrigen auf Erden
und ich schaff’s nicht mein eigener Herr zu werden,
doch wovon ich mich zweifellos überzeugen konnte, war, die graue Stadt,
die viel Platz für Denkweisen hat.

Denn nichts ist nur unvollkommen oder rein
und ich glaube Menschen können viel mehr als nur gut oder böse sein.
Der Mensch ist vielseitig, sein Horizont und seine Möglichkeiten sind alles andere als klein,
vielleicht auch nicht schwarz oder weiß, aber ist grau nicht eine schöne Alternative?

Du sahst mich an,
mit einem Blick, der mir unmissverständlich zu verstehen gab,
dass du nichts von meinen Worten gehalten hast.
Ich wusste, dass ich dich nicht verstehen kann und hab gehofft,
du wirst dich ändern, irgendwann.

Drum ließ ich die Stadt und die Menschen hier,
ich wusste ihre Ansichten gehören nicht zu mir,
drum passierte ich einen Weg,
an dem kein Wegweiser steht,
ein Hinweis darauf, dass die Zivilisation woanders (weiter)lebt.

Ich wusste, ich würde ankommen,
das Sonnenlicht hatte gerade ein Netz am Horizont gesponnen.
Ich sah dich auf der Lichtung stehen,
konnte nicht anders als zu dir (hin) zu gehen.
Ich nahm deine Hand,
du wusstest, es war nur eine Frage der Zeit, bis ich dich fand.

Ich sagte: „Hey, lange nicht gesehen”
und nahm den schwarzen Mantel ab,
der zu viel Platz für Vorurteile hat.
Die weiße Weste zog ich ebenfalls aus,
denn aus dem Schwarz-Weiß-Denken, bin ich raus.

Nun sahst du mich an
und gingst deinen Weg,
bei dem jeder Schritt
mich ein bisschen mehr bewegt.

Die Sonne spielte mit meinem Haar,
wollte wissen, wer oder was er war.
Ich sagte zu ihr:
„Herzog Grey war hier.“
©Alina Jacobs

Aug. 10, 2018, 1:10 a.m. alina 0

Weißt du, was einen starken Menschen ausmacht?
Kein Fallen und auch keine Kapitulation.
Es ist der Neuanfang,
die Entscheidung nach dem Fall neu anzufangen.

Das tust du,
Nachdem du fällst nieder,
stehst du auf
und das immer wieder.
Nur so kommst du voran.

Und wenn du das tust,
dann hört sich fallen schon fast wie fliegen an
und vielleicht wird es auch zum Fliegen werden
Irgendwann.

Denn vielleicht müssen wir erst das Fallen erlernen,
aber wenn wir es schaffen,
dann fliegen wir hoch zu den Sternen
und können unser Glück kaum in Worte fassen.

Ich weiß, dass du lernst zu fliegen
weil du nicht aufgibst
und deinen Weg gehst
dich kann keiner unterkriegen.

Vielleicht bringst du es mir ja eines Tages bei,
denn nach dem Fallen zu Fliegen muss der Inbegriff von frei sein, sein.
©Alina Jacobs

June 1, 2018, 8:12 p.m. alina 0

Es ist ein schöner Tag,
das denk ich mir,
während ich am Grab vorbei laufe.
Am Grab eines seit 130 Jahren verstorbenen Mannes.

Ich mag diesen grünen Wald,
das sage ich
ganz leise zu mir.
Zu meiner neuen Version.

Das ist kein Rückschlag,
das betone ich,
gerichtet an mein schuldbewusstes Gewissen.
Denn heute habe ich eine Entscheidung getroffen.

Ich werde nicht so sein, wie er mich haben will.
Auch nicht wie sie es will,
oder ihr mich wollt.
Der erste Satz ging an meinen Exfreund.
Der darunter an meine Mutter.
Der letzte an meine Familie.

Es gibt keine Antwort auf die Frage nach der „richtigen“ Version von mir,
die ihr mir geben könntet.
Ich kann es auch nicht, aber das ist in Ordnung,
denn ich weiß, dass ich es nicht muss.

Schließlich treffe ich die Entscheidungen,
die selten vernünftig,
aber immer mit Vernunft getroffen werden.
Das bin ich.

Ich weiß zwar noch nicht, wohin mein Weg führt,
aber, dass ich ihn mit Achtung beschreiten werde.
Das weiß ich.

Denn:
„Heute, nur heute
Bin ich so schön“,
denke ich während ich sanft Fuß vor Fuß setze.
©Alina Jacobs

May 3, 2018, 7:10 p.m. alina 2

Fühlst du das?
Ich lebe.
Woher ich das weiß?
Ich bewege,
ohne, dass ich physisch aufstehe.

Wenn man es schafft mit sich selbst im Einklang zu sein,
fängt dann nicht die Unendlichkeit an
und man ist nie wieder allein?
Doch wie soll man diesen Zustand erlangen und wie sieht er aus?
Das sind Fragen, die findet jeder nur selbst heraus und wisst ihr,
was das Geheimnis beim Fragen stellen ist?
Dass man die Antwort nicht sucht, sondern wartet,
darauf, dass sie einen besucht
und ganz leise flüstert:
Es ist in Ordnung mal solo zu sein,
denn Einsamkeit
ist auch allein.

Nur eine Emotion,
mit ihrem ganz individuellen Ton,
den man nie aktiv anklickt
und wenn man es passiv dann doch mal tut
grimmig dreinblickt,
da er verantwortlich gemacht wird
für folgende Depression.

Dabei müssten wir der Einsamkeit
eigentlich dankbar sein,
schließlich verleiht sie der Freude erst Selbstbewusstsein
und sie bleibt mal wieder allein
und steht im Schatten,
da sie nicht Licht verteilen und gleichzeitig Träger sein kann,
vielleicht wird sie mal erhört, irgendwann.

So ähnlich ergeht es auch der Traurigkeit,
sie ist zwar nicht einsam,
aber im Beisammensein von Sorge und Kummer,
wird man auch nicht gesprächiger,
nur mit der Zeit stummer und stummer -
niemand fragt je nach ihrer Nummer.

Manchmal treffen Einsamkeit und Trauer einander,
aber das ist kein schöner Anblick,
wenn die Einsamkeit in die Augen der Trauer schaut,
denn die Einsamkeit weiß nicht, wie man ein Gespräch beginnt
und fängt nicht an, klingt sich aus,
die Trauer hingegen steht neben ihr,
will was sagen, doch ihr entfährt kein Laut.

So merken sie beide nicht,
dass sie gute Freunde wären,
stehen nebeneinander
und fangen an
sich im Geist zu entfernen.

Nun haben wir schon die Bekanntschaft mit der Trauer, Einsamkeit und Freude gemacht,
zugegeben, bisher mehr den Kopf geschüttelt, als gelacht,
doch die Freude kommt nicht immer allein,
denn manchmal dürfen auch Harmonie und Begeisterung dabei sein!

Und wenn die drei einen Sleepover veranstalten,
kann sie so schnell kein Gefühl mehr spalten
und erst recht nicht vom Vergnügen abhalten!
Specialguest ist eine Expression,
die nicht geladen werden braucht, da sie entsteht
und so schnell auch nicht wieder geht,
denn wurde Spaß erst einmal entfacht,
hat man Bauchschmerzen vom Lachen, wenn man am nächsten Tag erwacht.

Und mit dem Tag erwacht noch etwas,
das sich nur schlafend gestellt hat
versteckt in der grauen Stadt,
das Chaos – und reicht den and‘ren seine Hand.

Sie wissen nicht, was da vor ihnen steht,
na zugegeben, eine weiß, was vor sich geht,
die Begeisterung, denn sie findet am Chaos
stetig Anregung, um begeistert zu sein,
drum ließ sie es um Mitternacht auch heimlich rein.

Doch auch das Chaos ist kein Freund von Einsamkeit
und nahm Interesse mit, als persönliches Geleit.
So kamen die beiden mit dem Ziel die Party auf den Kopf zu stellen
und rissen die Verzweiflung
aus den Regalen
ließen es sich nicht nehmen die Wände zu bemalen
mit schönen Aquarellen.

Es dauerte nicht lang, da wechselte die Begeisterung ihr Revier
und zeigt Interesse auf Wertpapier den farblichen Zusammenhang
die Freude ist gespalten,
weil sie gern wollte, aber nicht weiß, wie sie sich hat zu verhalten
und die Harmonie möchte schlichten,
um anschließend farblich die Wand mit Hoffnung zu belichten
Die Freude gibt sich letztlich geschlagen,
will ja auch nicht ständig dem Chaos entsagen.

Drum kreieren schließlich Interesse, Begeisterung, Freunde, Harmonie und Chaos,
simultan die Wohnung um
und merken; was geschieht,
wenn jemand sein Chaos liebt!

Auf einmal klopft es an der Tür,
sanft, aber bestimmt
und dann tritt galant das Verständnis ein,
jedoch nicht allein,
denn sie hat Einsamkeit und Trauer dabei,
Trauer wollte Kummer und Sorgen nicht daheim allein lassen,
da hat sie die beiden auch gleich mitgenommen
und plötzlich entsteht
eine Keilerei,
weil das Chaos sein Ass aus dem Ärmel zieht
und die Wut dem Verständnis in die Augen sieht.

Die Angst taucht neben dem Verständnis auf,
mit der Begründung, dass jeder mal 'nen Anker braucht
und sie bräuchte mal ein wenig Auslauf.
Was passiert, wenn das Verständnis am Zweifeln ist?
Die Harmonie kommt daher,
mit einer weißen Flagge in der Hand, die zu hissen ist.

Die Wut ist inzwischen mehr als nur ein bisschen am toben
und währenddessen ist das Kunstwerk der anderen nach draußen geflogen.
Nun mischt sich auch die Freude ein,
denn ein zerstörtes Haus muss ja nicht sein.
Das Interesse lässt auch nicht lang auf sich warten,
geht mit Begeisterung in den Garten,
aber nur, weil sie von dort aus
dem Geschehen begeistert und interessiert zusahen.

Einsamkeit und Trauer stehen entfernt,
aber nur so lange, bis Wut sie bemerkt,
sie winkt sie zu sich rüber und heizt sie an,
ihnen wurde endlich wieder warm zusammes.

So stehen auf der einen Seite nun Wut, Einsamkeit, Trauer, Kummer und Sorgen
und auf der anderen Verständnis, Angst, Freude, Harmonie und Gleichgültigkeit,
allerdings hält die sich verborgen,
weil sie auch immer sagt, was sie ehrlich meint
und das tut sie nur, weil es sie nicht schert,
ob oder wie man sich über dies beschwert.
Sie stellt sich in die Mitte
und spricht:
"Das Theater der Emotionen,
würde sich überhaupt nicht lohnen,
da nicht ein einziger seiner eigenen treu bleibt!"
und dann gesteht sie,
sie sei die Gleichgültigkeit leid.

Daraufhin schweigen alle und selbst die Wut hat sich abgeregt,
doch wenn es nach Einigung oder Frieden aussieht,
gibt es immer einen, der diese Entscheidung nicht versteht
immer einen, dem nichts am Frieden liegt.

Ja Chaos, wir warten nur auf dich
„Ich weiß, denn das, war offensichtlich“.
Es reibt sich die Hände und lacht:
„Aufmerksamkeit wäre angebracht!“

Die Emotionen wünschten sie wären mehr Motion als Emo
und wissen, unter'm Chaos wird nicht mal mehr die Freude froh
und so schließen sie sich alle zusammen
und nehmen sich vor das Chaos zu bannen,
um ein eigenes zu schaffen.

Eigentlich aussichtslos,
Emotionen gegen eine Naturgewalt?
Doch die Gefühle bieten dem Chaos endlich Einhalt,
denn sie befinden sich nun nicht mehr im Zwiespalt,
da sie Besuch vom Glück bekamen
und das ließ sich nun wirklich nicht einplanen.

So besiegen die Gefühle gemeinsam das Chaos
und sitzen anschließend im Haus zusammen,
vor der Haustür steht die Trägheit mit 'nem Kissen in der Hand,
mal wieder zu spät gekommen,
blickt erschrocken nach oben an die Wand.

Und bemerkt als einzige,
dass das Haus bebt,
denn auf dem Türschild steht:

„Hier wohnt die Rationalität“!
©Alina Jacobs

May 3, 2018, 7:10 p.m. alina 0

Ich weiß nicht, wie weit ich gehen kann.
Hab mich selbst, was das anbelangt
schon zu oft verrannt,
aber Du bist schneller als ich
und vielleicht findest du mich,
falls ich mich verlaufen sollte.

Wenn dem so ist,
dann wünsch ich mir
Nie wieder den rechten Weg zu finden.
Vielleicht führen Umwege ja zu dir?

Komm,
nimm meine Hand,
ich vertrau dir blind.

Du willst es langsam angehen,
weil die Zeit prinzipiell zu schnell vergeht
nur Beständiges am Ende steht
und Worte so leicht im Wind verwehen.

Leider hab ich es nicht so mit der Geduld.
Brauch Antworten, um mich in Worten sicher zu wiegen,
doch Worte können nicht halten und ich nicht fliegen.
„Es ist nicht deine Schuld.“

Aber warum jetzt schon kapitulieren?
Wir können doch nichts
Ungeschriebenes verbrennen
und schon gar nicht die Zukunft kennen.
Ich war nie gut im Verlieren.

Vielleicht liegt der Sieg ja im Warten.
Darin den anderen zu verstehen,
um Perspektiven zu sehen
und Worte mit einem „wir“ zu sparen.

„Vielleicht“ ist so ein feiges Wort,
es bringt mir Unsicherheit.
Will fort,
jedoch bist Du mir voraus,
nie ist ein Weg zu weit.

Ich schaffe es nicht allein
meinen Weg zu gehen.
Deinetwegen bleib ich stehen,
doch hier wollte ich nie sein.

Ich schaffe es nicht allein
Entscheidungen zu treffen,
wie Splitter zerbreche ich an ihnen
und durchlöchern mein Selbstbewusstsein.

Du hast in mir ein Licht entfacht
und ich habe aufgepasst, dass es nicht erlischt.
Mich dabei erwischt,
wie ich mir langsam mehr und mehr
Hoffnung gemacht.

Du bist ein offenes Buch in einem mir unbekannten Stil.
Du bist wie Heimat im Exil.
Du bist ein Geheimnis, welches ich lüften will.
Du bist wie Wasser, nur nicht still.
Du bist selbstbewusst, nur weißt es nicht.
Ein Träumer mit Weltsicht.

Du bist für mich ein Fragezeichen,
jedoch stellst Du keine Fragen,
du setzt das Zeichen.

Ich bin der Leser,
der dein Zeichen sieht.
Nur nicht versteht,
dass es ohne Frage
keinen Sinn ergibt.

Drum klappe ich das Buch zu und fange an Fragen zu stellen,
vielleicht willst Du diesmal kein Zeichen, sondern eine Antwort fällen?
©Alina Jacobs

Jan. 17, 2018, 5:05 p.m. alina 0

Ist kein Ort, an den ich gehen kann.
Auch kein Versteck für jedermann.
Keine Einheit
oder Gleichheit,
Kein Land oder Stamm
und erst recht keine Nation.
Die Heimat spaltet sich nicht aufgrund der Religion.

Sie ist ein Gefühl und fängt im Herzen an,
damit sie jedoch entstehen und wachsen kann,
müssen wir endlich anfangen
zu leben
und das
gemeinsam.
©Alina Jacobs

Oct. 22, 2017, 10:26 p.m. alina 0

Hey, warum gehst du immer so schnell?
Ich hab so doch keine Zeit dich kennenzulernen,
oder willst du dich etwa bewusst von mir entfernen?
Eben war es doch noch Nacht,
nun wird es wieder hell.

Warum wollen wir keine Freunde sein?
Glaubst du, die Zeit ist besser allein?
Lass es uns probieren,
das schlimmste, was passieren könnt',
wär verlieren.

Du nimmst dir die Zeit
und ich mir
Gelassenheit
oder bin ich nur dein
Zeitvertreib?

"Schlag die Tageszeitung auf",
sagst du
"und schau, was ich dir gebracht hab."

Sept. 11, 2017, 9:05 p.m. alina 0

Ich frage mich, wer du eigentlich bist
und wie ich es geschafft habe,
dich zu übersehen,
wo mir doch in deiner Nähe
jegliche Lasten fehlen.

Du gibst mir die Freiheit zu Träumen
und an Unmöglichkeiten festzuhalten.
Sammelst die Scherben auf,
wenn sich meine Welt anfängt zu spalten
und findest mich,
wenn alle Stricke reißen.

Ich dachte vorher, dass ich sehen könnte,
doch als du aufgetaucht bist,
merkte ich,
es gibt noch eine viel buntere Sicht-weise
auf's Leben
und ich sollte ihm endlich eine Chance geben.

Während ich in deine Augen blicke,
wird es still im Raum
nicht weil die anderen zu schweigen angefangen haben,
sondern weil Steine im
Uhrwerk lagen.

Ich glaube, dass war der einzige Moment,
in dem ich mir wünschte,
dass Kaputtes niemals heilen würde.

Aug. 26, 2017, 8:17 p.m. alina 0

Sag mir,
warum kann ich dich nicht sehen?
Sag mir,
welche Sprachen muss ich lernen, um dich zu verstehen?
Sag mir, was hat dein Dasein für einen Sinn und
wenn ich dir folg,
wo führst du mich hin?

Verrate mir, warum deine Schwester der Hass ist,
Verrate mir, wieso du so schwer zu finden bist!
Verrate mir, wo dein Versteck liegt
und ob es dich eigentlich... wirklich gibt?

July 6, 2017, 9:05 p.m. alina 0

Ich sammle deine Scherben gerne auf
Und bastle dir etwas Schönes daraus,
Was dich und mich zum Lächeln bringt
Und wodurch Selbstmitleid
In Schatten versinkt.

Doch manchmal willst du deine Scherben nicht wieder haben,
Du sagst,
sie seien verseucht mit Narben,
Auch nicht, wenn ich sie dir zusammen klebe
Jetzt lass mich dir sagen, wie ich dich sehe!

Ich binde dir beide Augen zu
Jetzt atme mal langsam, find deine Ruh'.
Ich zeig dir, was wir zusammen sind
Nimm meine Hand, vertrau mir blind.

Du fragst mich, was man im Spiegel sieht
Ich erzähl von einem Menschen,
Der vor sich selber flieht
Und dabei all das Schöne übersieht
Was uns dieses Leben gibt.

Fragst, was ich denn sehe,
Ich antworte, nach kurzem Zögern,
Dem Menschen,
Dem ich meine Liebe gebe.
©Alina Jacobs

Dec. 30, 2016, 3:25 p.m. alina 0

„Sieg Heil! Sieg Heil! Sieg Heil!“
So begrüßen sie ihren Führer,
doch ich?
Ich weiger mich,
denn ihr vesteht immer noch nicht,
wo das alles Enden wird,
und dass sich der Mensch
von all den Lebewesen auf Erden
doch am meisten irrt.

„Ich habe den Krieg verhindern wollen.“
1939, damals in München
als Hitler seine Reden hielt,
da surrte hinter dem Rednerpult,
ganz ruhig,
die Bombenunschuld.

Die Bombe,
die ich in einem Jahr selbst erbaute
man mir,
was das an belang
nur als Erfinder, vertraute
und ich somit getarnt
an ihren Einzelheiten
schraubte.

Danach suchte ich den Bürgerbräukeller auf
30 Nächte, jeden Tag
höhlte ich eine Säule für meinen Zeitzünder aus,
ging dafür nur nachts nach Haus
und ließ die Arbeit für 10 Minuten sein,
denn erst danach,
setzte die automatische Toilettenspülung wieder ein.

(Dabei wurden meine Knie blutig und wund
denn dieses auf den Knien robben,
im Untergrund
war mehr als ungesund.)

Meinen Schutt und die Asche,
kamen in ein Säcklein
den trug ich im Tagesschein
in meiner großen Tasche
zum Isar,
wobei mir die Kellnerin
unwissend
zusah.

Dann baute ich meine Erfindung
in den Hohlraum ein,
Dynamitpatronen, Sprengkapseln und Schwarzpulver
mussten auch enthalten sein.

So verstrich
Tag um Tag
und dann kam er,
mein Anschlag.

Am 8. November war der Raum
gefüllt mit (bis zu) 2000 Zuhörern
in der Mitte der Nationalsozialistische Führungskern
für mich gerade genug Abschaum.

Die Bombe lag in der Säule hinter Hitler
in Gedanken hörte ich sie
bis zu meinem Versteck
runterzählen,
und dachte an die Kinder,
sie müssten sich nun nicht mehr
durch eine grauenhafte Zukunft
quälen,

denn ich habe ihnen hiermit
ein besseres Leben,
gegeben
so dachte ich
zumindest.

Doch der Mann hinter'm Pult,
verschwand
und stand 13 Minuten zu früh auf,
da sich sein Flugzeug im Nebel befand
und er mit der Bahn fahren wollte,
sei weniger Aufwand
So nahm das Unheil seinen Lauf.

Meine Bombe ging hoch
um Punkt 21:20
8 Leichen,
kein Hitler drunter,
es war ein grauenhafter Anblick.

Und ich?
Ich war auf der Flucht
in die Schweiz
bis sie kamen,
nicht nach meinem Namen fragten
die Bürgerbräukelleransichtskarte
an sich nahmen
und Teile des Zünders erhielten,
welche ihnen die nötigen Beweise
in die Hände spielten.

Dann kam ich in die Fänge,
der Gestapo,
welche mir schadenfroh
Gewalt erwiesen.

Als ich nach Prügel und Qualen
immer noch war am Schweigen
bemächtigten sie sich
am heißen Eisen,
welches sie mir in Form von Nadeln
unter die Nägel schoben,
solange,
bis sich meine Nägel
aufbogen,

doch ich wäre lieber gestorben
als zu reden,
denn wenn ich's schon nicht kann,
dann soll wenigstens meine Familie
sicher leben.

Ich sollte nur
unterschreiben und gestehen
doch beides hab ich nicht getan
und durfte danach noch
von ein paar Zähnen
Abschied nehmen.

(Ich war kein Kommunist,
ging nicht einmal auf Demonstrationen,
dachte, es würde reichen
für die KPD (Kommunistischen Partei Deutschlands)
Stellung zu begleichen.)

„Ich hatte keine Hintermänner!“
Beteuerte ich immer wieder
trotzdem oder gerade deswegen
prasselten die Schläge erneut
auf mich nieder
doch ich, ich sage wieder
„Ich hatte keine Hintermänner“

Wir glauben Ihnen kein Wort.
Eine Bombe von solch einer Durchschlagskraft
konstruierten Sie niemals allein,
halten Sie uns nicht zum Narren,
kleines, lügende kommunisten Schwein!
Nennen Sie uns Ihre Hintermänner,
und zwar sofort!

Ich fing an zu Lügen,
weil Sie sich nicht mit der Wahrheit begnügten,
doch es reichte nicht aus
denn Sie hörten die Unwahrheit
heraus.

„Geben Sie mir Zettel und Stift,
ich werd's Euch beweisen!“
schrie ich
und fing an,
den Bombenentwurf
zu zeichnen.

Sie gaben trotzdem keine Ruh,
und ich schloss (mal wieder)
vor Schmerz
die Augen zu.

„Wie kommt es, dass Sie als fähiger Arbeiter,
kein Nationalsozialist sind?“

E: „Im Gegensatz zu Ihnen,
bin ich nicht blind!
Hitler treibt Deutschland in den Ruin
und sorgt dafür,
dass die Menschen übereinander
herzieh'n!"

„Sie können nicht bestreiten, dass er sich um die Arbeitsplätze kümmert."

E: „Euer Blitzweg war ein brutaler
Angriff
von Polen wir nichts mehr übrig
bleiben..."

„Das ist das Recht des Stärkeren. Unter diesem musste die Gegenpartei immer schon leiden.

E: „Glauben sie denn ernsthaft das bleibt ohne Folgen? Frankreich und England haben Deutschland am 3. September den Krieg erklärt,
bald werden auch hier die Bomben fallen und es wird Blut fließen, überall Blut. Seht Ihr denn nicht, wohin das alles führt?"

„Sie leiden unter Verfolgungswahn...“

E: „Und was ist mit den Opfern?
Gibt es nicht auch für die Nationalsoziallisten ein Gesetzt, was sich nicht töten, nennt?“

„Das sagt gerade jemand, der 8 Unschuldige auf dem Gewissen hat,
aber schön, dass der sich zu Gott bekennt!"

E: *schweigen*
„Ich wollte durch meine Tat nur größeres Blutvergießen, verhindern...
Und ich habe gewusst, dass es noch andere treffen würde,
aber Frieden hat zu diesen Zeiten einen teuren Preis.“

„Ich fasse also zusammen...Hintermänner gab es keine?“

E: „Richtig. Und sie werden lachen, es hätte auch keiner mitgemacht.“

Nach dem Verhör ging es ins KZ Dachau,
wo ich mir Zitter spielend
meine letzten Jahre vertrieb
und so
fernab der Realität blieb.

Mein letzter Kuss,
war 1945 der metallene
Genickschuss.
©Alina Jacobs

Dec. 21, 2016, 10:42 p.m. alina 0

Da ich mit all' meinen Wünschen für dich,
mehr als nur die paar Zeilen füllen würd,
so schreib ich nichts
und schenk dir die Stille,
ganz unberührt.

Dec. 10, 2016, 2:08 p.m. alina 0

Ein Junge, nicht älter als 16 Jahr
wurde von einem Offizier auserwählt,
für die Napola.
Dort lernte er
Mitleid und Scham hinauszutilgen
denn mit diesen Eigenschaften könnte er sich ja
einen Charakter bilden.

„Hab kein Mitleid,
auch wenn du siehst wie er leidet
und nach Hilfe schreit.
Hab kein Mitleid,
denn dieser Mann, der auf dem Boden liegt und weint
ist dein Feind.“

„Entschuldige dich nicht.
Egal, was du auch verbrichst,
Dies (Böses) zu tun ist deine Pflicht,
drum entschuldige dich nicht!“

Du gewinnst einen Sieg nur durch ein K.O.,
drum stell dir die Frage:„Ich oder Du?“
Schlag zu,
denn er hätte es auch getan.

„Hast du kein Mitleid gehabt?
„Er lag doch schon in den Seilen.“
„Er hätte das Gleiche mit mir gemacht.“
„Wäre es nicht auch weniger brutal gegangen?“

Und beide liegen am Boden und weinen.

Sie sollen Granaten werfen
Nach 4 ein halb Sekunden
zersprengt das Hexogen
Er will nicht hinsehen,
schafft es nicht wegzugehen
Und bleibt
mitten im Geschehen
stehen.

Abziehen, ausholen, werfen, Deckung,
er will nicht werfen.
Das Bild von zerbombten Menschen bereitet ihm zu große Schmerzen,
drum lässt er seine Granate fallen
doch es kommt nicht mehr zum Bomben knallen

weil ein Kamerad die Granate mit seinem Körper deckte
und so einen Heldentod starb
und eine Medaille bekam
für sein Grab.

„Euer Körper gehört der Gemeinschaft,
den Kameraden,
dem Land
und dem Führer

Also warum habt ihr euch nicht geopfert?“

Als nächstes sollten sie flüchtende Russen erschießen
gebt euer Bestes und
lasst sie nicht entkommen
Auf gings zum heiteren Blutvergießen.

Mit dem Gewehr in der Hand
schießen sie auf fünf Gestalten
keine Schreie erschallten
und sie streiften weiter
durchs unbekannte Land.

Eines der Opfer lebt noch
röchelt und keucht,
Es waren Kinder.

und sie sehen dabei zu,
wie es seinen letzten Atemzug aushaucht
und nicht mehr aufschaut,
da es längst weggetreten ist,
das kleine russische Menschenkind.

Einer übergibt sich nach dem Elend.
„Jetzt reiß dich zusammen!“
„Du hättest nicht schießen dürfen.“

Er fängt an zu weinen.
Da er als einziger verstanden hat,
doch den anderen kam ihr Verstand
schon vor langer Zeit abhanden.

Du selbst bist nun
Teil des Bösen
vor dem du dich immer zu
schützen wolltest.
Dies schriebst du in ein Gedicht
von dem anschließend jeder spricht,
da du es gewagt hast
deine Meinung
zu äußern.

Am nächsten Morgen,
einem Wintermorgen,
befiehlt der erste Offizier
ins eiskalte Wasser zu springen und unter den Eisschollen hervorzutauchen.

Er beschließt,
zu ertrinken
und im eisigen Meer zu versinken
nur um keinen Tag länger auf dieser Erde
und diesem Deutschland
leben zu müssen.
Niemand hat ihm zugehört,
und so hat der Nationalsozialismus
ihn zerstört.
©Alina Jacobs

(Für Sarah Holst und Michael Reiter)

Nov. 28, 2016, 5:48 p.m. alina 0

Ich schreib ihn auf,
auf Papier,
in schwarz weiß -
sieben Buchstaben.

Und damit ist doch auch schon alles gesagt,
nicht wahr?

„Da habt ihr ihn,
euren Frieden!“

Ruf ich euch hinterher,
denn Krieg spielen
fiel mir schon immer recht schwer.

So such’ ich mir den besagten Olivenzweig,
nur um ihn zu knicken.
Samm’le weiße Tauben ein,
um sie in die Lüfte zu schicken.
Will das Gewehr in meiner Hand zerbrechen gehen,
doch kann jetzt schon die weiße Flagge nicht mehr sehen.

Drum zünd ich, um all der Dunkelheit zu weichen,
eine Fackel an
Hab mich dabei leider beim Regenbogen finden,
vertan
und sitz nun hier
Strecke den Zeige und Mittelfinger meiner linken Hand empor

Doch merke zu spät, wie ich diese Welt verlor.

Was werden unsere Kinder sagen?
Sie hatten noch kein Recht zum Leben.
Werden sie wegen der Ungerechtigkeit klagen?
Ist es nicht unsere Pflicht ihnen eine Welt in Frieden zu geben?

Doch sind wir nicht schon,
mit unseren Mutmaßungen
zu weit vorraus gegangen?

Was wäre denn, wenn wir ihnen nie von ihm erzählen?
Unser Wort mit sieben Buchstaben
in die hinterste Ecke unserer Gedanken quälen,
die Narben verbergen
und so den leichteren Weg für uns wählen?

„Menschen, die man vergisst, sterben ein zweites Mal“,
so heißt es in einem jüdischen Sprichwort.
Was ich damit sagen will?
Vergesst sie nicht, diejenigen die im Kampf
für unseren vermeintlichen Frieden,
ihr Leben ließen,

denn man lernt nicht, um zu vergessen,
so lasst uns aus den Fehler,
die jeder Krieg mit sich bringt,
da der Frieden nicht durch Kampf erlangt werden kann,
lernen, um uns vor solch einer törichten Tat,
zu bewahren.

Wir hatten mal Blumenkinder,
wisst ihr das noch?
Sie wollten es,
unser Wort
sie wollten es bewahren, behalten
und es nicht wieder in ein Gegenteil spalten!

Was würden sie nun dazu sagen, dass wir unser Wort verlieren
und sich die Menschen nur noch auf sich selber fixieren?

Ich glaube, sie würden weinen.

Ich werd meinen Frieden schon noch finden,
dies ist nur eine Zeitfrage,
welche ich euch beantworten werde,
später dann, in meinem Grabe.

Doch ist dies wirklich der einzige Ausweg?
Selbst zu sterben,
bevor die Bombe dann durch mein Haus fegt,
Und ich nimmer mehr friedlich einschlafen werde?

Den Untergang frei zu wählen,
um sich nicht länger mit Menschen rumzuquälen...?

Nein, da muss noch mehr sein!
Denn die Zukunft meißelt man nicht
in Stein
und lässt sie somit offen stehen.
Nun liegt es an uns,
uns zu erinnern,
damit wir Fehler
nicht zweimal begehen..

Frieden ist doch nur ein Wort,
auf was sich die Menschen beziehen,
denken, wenn sie dies nicht haben, würden sie nie
der Angst entflieh'n
und so suchen sie weiter nach einem Zufluchtsort.

Darüber hinaus
vergessen sie,
was es bedeutet,
das Leben in vollen Zügen zu genießen
und mehr mit negativen Dingen abzuschließen.

Denn Frieden ist das,
was du nur ganz Tief in deinem Herzen hast
und wenn du bereit bist
es rauszulassen,
dann wirst du es ganz bestimmt schnell erfassen,
was es im Leben alles gibt um
ein Freudenfeuer zu
entfachen!
©Alina Jacobs

Nov. 17, 2016, 10:18 p.m. alina 0

Wir leben beide zwei Persönlichkeiten.
Wir zeigen uns unsere Welten, doch lassen uns nicht rein.
Denn wir sind nicht in der Lage, mal mutig zu sein.
Wir füttern uns mit verschiedenen Wahrheiten.

Ich zeig dir mein Leben,
doch mit dem Gewissen, dass du zu weit entfernt bist um eingreifen zu können.
Ich kann dir nicht zu viel Vertrauen geben.
Denn diesen Triumph darf ich dir nicht gönnen.

Ich will dich nicht verlieren,
obwohl ich dich nicht einmal gewonnen hab,
denn das könnt ich nicht riskieren, weil ich dich dafür schon zu sehr mag.
Du weißt viel über mich, doch zu wenig um mich zu verstehen.
Ich weiß fast nichts über dich, wie soll es weitergehen?

Ich kann es nicht ertragen, wie du durch mich hindurch siehst.
Doch ich kann es auch nicht wagen, dir zu zeigen, welche Seiten man ließt.

Ich verstehe es nicht,
warum es nicht einfach so sein kann, wie ich es will?
Ich hab schon oft gesagt : Erkläre dich!“
Doch dann warst du plötzlich still.

Du weißt, dass ich deine Hilfe brauche.
Ich will nicht mehr weitergehen,
sondern warten bis ich diese Worte in den Abendhimmel hauche:
„Ich kann deinen Horizont sehen“.
©Alina Jacobs

May 24, 2016, 3:27 p.m. alina 0

Running out of time
All die Jahre,
langsam entrinnt sie mir,
die Zeit.

Eiskalt
Letzten Winter,
deine warmen Lippen,
auf meinen.

Risse
Alter Ledereinband,
die Seiten rascheln,
vom Buch.

Frühes Glück
Im Morgengrauen,
der dunkelblaue Himmel scheint,
auf die Bäume.

Die Verbliebenen
Vor langer Zeit,
deine Hand in meiner,
Erinnerungen.

Wirbelsturm
Im Wandel der Zeit,
ein Gewirr aus Stimmen,
unerträglich.

Tot ist Tod
Totgeschlagene Zeit,
sie wird uns verfolgen,
ein Leben lang.

Pfützenspiegelung
Es ist nur eine Wasserspiegelung,
sie tanzt im Schein
der Straßenlaterne

Licht am Ende des Tunnels
Im Winter,
ein eisiger Wind weht,
unablässig.

Hat es einen Sinn?
Die ganzen Jahre,
alles was ich mache,
es ist falsch.

(zu) Haus
Dein Haus,
immer wenn ich es sehe,
diese Wut.

Kohlenstoff
Ein leerer Raum,
eisblaue Diamanten ziehen mich in ihren Bann,
deine Augen.

The Speech
Jeden Tag,
dieses unausgesprochene Geheimnis,
zwischen uns.

Luftballons
Seit ein paar Monaten,
es geht nicht mehr,
dieser Druck.

Bergab
Jeden Tag,
fühle ich mich in deiner Nähe geborgen,
diese Liebe.

Einheit
Schon seit langem,
diese Feindseligkeit, wenn man mich sieht,
es zerreißt mich.

Fall
Im Oktober,
es nimmt mir die Luft zum Atmen,
Faszination.

Bestimmung
Bei dir
in deinen Armen mein Kopf an deinem klopfendem Herzen
Glückseligkeit.
©Alina Jacobs

May 24, 2016, 3:24 p.m. alina 0

Es sind die Momente,
in denen ich nicht bei dir sein kann.
Momente die mich zerreißen,
erdrücken.

Momente die ich nicht erleben will,
jedoch lässt du mir keine andere Wahl.
Ich vermiss dich mit jeder Stund,
die ins Lande geht und mit jedem Atemzug,
der sanft verweht.

Ich will das du mich wenigstens einmal in deine Arme schließt und sagst:
„Sie ist mein!“
Und dabei stolz anfängst zu lächeln.

Leider wird dies eine Illusion bleiben,
denn du siehst mich nicht-
in dieser Welt voller Gesichter,
Schade drum,
denn ich seh nichts anderes,
als dich.

Du bist meine kleine Welt,
doch leider weißt du nicht,
dass ohne dich die meine,
zerfällt.
©Alina Jacobs

May 24, 2016, 3:23 p.m. alina 0

Sie sah ihn an mit einem so warmen Blick, dass man meinen könnte,
es gäbe nichts Bedeutenderes für sie.
Vermutlich war dem so.
Er war der schönste Mensch auf Erden,
aber nicht indem wie er aussah,
auch nicht indem, was er sagte
sondern indem, was er war.

hatte das nicht schon Markus Zusak gesagt?

Er sah zurück in seinem Blick, keine Regung.
Sie sah in verschneite Vergissmeinnichtblumen...
Aber es war in Ordnung,
denn sie wusste es.

Du begreifst es nicht,
was wir füreinander fühlen.
Man kann es nicht sehen,
Nicht verstehen
nur spüren.

Hör zu, merkst du es?
Welche Spannung in der Luft liegt,
wenn sie ihn ansieht?
Schau hin, siehst du es?
Welches unsichtbare Band sie verbindet?

Vergisst du nun die Vorurteile, die du an sie bindest?
Auch wenn du es unakzeptabel findest?
Sie sind jung, aber nicht naiv

doch das, was sie nicht wissen ist:
Zukunftspläne gehen sowieso schief!
©Alina Jacobs

May 24, 2016, 3:10 p.m. alina 0

Eine Kamera, es war deine Kamera.
Sie war gut, sehr gut sogar. Deine Fotos auch.
Gern machte ich mit ihr Bilder.

Und ließ sie mir, unter deinem strengen Blick
und der Ermahnung „Lass sie nicht fallen, Kind.“,
um den Hals legen.
„Wenn ich falle, dann werde ich sie so halten,
dass sie nicht nass wird“.

„Das wirst du nicht, deine Instinkte,
dein menschliches Verlangen nach Leben und Überleben wird dich dazu bringen,
die Kamera fallen zu lassen und nach etwas zu greifen.
Glaub mir.“

Ich schwieg.
„Dann werde ich halt nicht hinfallen.“
„Tu das.“
Ich legte die Kamera aufs Bett, dann ging ich.

Ich wachte auf, 4:58 Uhr, Sonnenaufgang.
Richtig da war ja was, ich wankte in dein Zimmer, nahm deine Kamera und strich dir eine Locke hinters Ohr.
„Ich bring sie dir gleich wieder, versprochen“, flüsterte ich.

Dann legte ich mir den schwarz- grauen Kameragurt um den Hals,
drehte den Deckel ab
und schloss meine Finger um die Gummi überzogenen Konturen, dein Schatz.
Ich hielt ihn in meinen Händen.

Um Punkt 5 Uhr stand ich draußen an der Reling,
eine Hand am Geländer in der anderen die Kamera,
meinen Finger auf dem Auslöser.
Ich wollte schießen, das perfekte Foto. Für dich.
Stellte mich auf die Erhöhung, sah durch die Kamera.
Fokussierte die Sonne.
Eine blutrote Sonne ging auf, unter ihr das dunkelblaue,
fast schwarze Meer mit schäumender Gischt. Malerisch.
Ich drückte den Knopf.

Ein perfekter Abzug. Ich wusste es, wollte wieder gehen, weiter schlafen.
Ich rutschte aus in einem Rinnsal aus Regentropfen.
Fiel.
Im Fallen dachte ich an mein Versprechen,
riss die Kamera vom schwarzen Ledergurt und hielt sie hoch mit der rechten Hand.
Ich schlug hart auf, im salzigen Nass.
Weiterhin oben mit meinen Armen, noch sollte sie nicht untergehen.

Ich merkte, wie die Kälte mich durchdrang
und meine nasse, schwere Kleidung mich herunterriss, auf den Grund.
Glaub mir, ich hielt die Kamera solange hoch,
bis mich jegliche Kraft verließ.
Schade, dass du das Foto nicht gesehen hast.

Dann könntest du mich vielleicht verstehen,
warum dass alles passiert ist
Und das ich es für dich getan habe.

Verzeih, ich habe mein Versprechen gebrochen.
©Alina Jacobs

May 24, 2016, 3:09 p.m. alina 0

Eine weiße Rose
Anmutig entfaltet sie ihre Blütenpracht
Kleine Dorne zieren ihren grauen Stiel.
Auch wenn ich es nicht wahrhaben will,
So weiß ich doch, wie gefährlich sie ist.

Ein Spinnennetz
In spiralförmigen Abständen gesponnen
In denen sich Regentropfen sammeln.
Sie tränken es
Ziehen seine Fäden hinunter.
Und die Spinne verliert den Halt
Dort in ihrem Spinnennetz.

Die Kälte
Sie zerrt an mir, frisst mich auf
Erreichen wird sie mein Herz jedoch nicht. 
Denn dies ist gewärmt von dir 
Von deinem Schnee. 

Die Bäume
Sie ragen auf, wie ein schwarzer Schatten in der Nacht
Spürst du, wie die Schuldgefühle an dir nagen und die Angst erwacht?
Selbst der Nebel vermag dies nicht zu trüben.

Der Nebel hebt ihn bloß hervor.
Der Nebel mit den dunklen, schwarzen Bäumen, 
Die ächzend ihr Herbstlaub tragen
Im Hintergrund.

Doch was fehlt, ist der Schnee.
Er ist fort.
Du fehlst.
Hier im Nebel zwischen den schwarzen Bäumen - 
Bei mir.

Lass mich dein Nebel sein.
(so kann ich dich verhüllen)
Und du mein Schnee.
(so kannst du mich verzaubern)
Zusammen legen wir uns über die schwarzen Bäume.

Und es wird ein Rückblick nach vorn,
Eine große Liebe.
Denn wir machen das Gleiche nochmal - nur anders.
Nun stehen wir nicht mehr dicht an dicht…und sind allein.

Und ich ziehe meine Karte
Aus dem Fahrkartenautomaten.
Lächle bei dem Gedanken an deine leuchtenden Augen und deine geröteten Wangen,
Welche du hast, wenn du mich grinsend vom Bahnhof zu dir holst.

Ich will in deinen Armen Zuflucht finden
Deine Lippen auf meinen
Mein unregelmäßiger Atem an deinem
Und so mit dir meine Ängste überwinden.

Tautropfen
Siehst du sie rinnen?
Über das zarte Waldpapier
Vom Himmelszelt
Meinen Wangen.
Sie verdampfen und werden Teil des nie enden wollenden Nebel.

So weit entfernt von dir,
Obwohl ich neben dir stehe.
Hier in dieser Realität haben wir keine Zukunft,
Drum lass und dorthin gehen,
Wo wir eine Zukunft haben.
Lass uns Geschichte schreiben.

Wenn wir später nichts mehr zu sagen haben,
Dann lass uns gemeinsam schweigen
Und wenn ich aufhören werde,
Das „wie“ zu hinterfragen,
Dann wissen wir beide,
dass wir damit fertig sind
uns unsere Welten zu zeigen.

Und es wird Zeit
Ein neues Kapitel aufzuschlagen
Und etwas mehr zu wagen
Doch sind wir dafür wirklich schon bereit?

Alles ist vergänglich und nichts wird auf ewig „für immer“ sein
Doch ist es nicht der Moment,
der zählt?
Oder einfach die Person,
Welche das Schicksal wählt?
Lass mich dir eines sagen,
Für „jetzt“, bin ich dein.
©Alina Jacobs

May 24, 2016, 3:08 p.m. alina 0

Ich weiß, dass wir die selbe Sonne sehen,
Und doch nicht die gleichen Winde zwischen uns wehen.

Ich weiß, dass du gerad an mich denkst,
Und dich fragst, wer dir hat den Vogel geschickt.

Denn der Vogel, der ist von mir,
Ein schönes Liedchen soll trillern er dir.

Ich hoff, dass du nicht vergessen mich hast,
Denn der Gedanke an dich macht einfach nicht Rast.

So viele offene Fragen,
Und ich würd' dir gerne noch Einiges sagen.

Doch das kann ich nicht machen,
Denn sonst würdest du nicht mehr über mich wachen.

Mir mein Herze weiter brechen,
Und ich könnt mich nicht mal rächen.

Nun geht die Sonne unter
und meine Gedanken an dich,
Sie werden dunkler.

Ich kann nicht mehr mit dir sprechen,
Denn sonst wird etwas in mir zerbrechen.

Das Versprechen nicht unterzugehen
und auf dich zu warten,
Ich bleibe stehen.

Fragend suchen deine Augen meinen Blick,
Doch vergeben, dass kannst du mir nicht.

Eine Frage, mir auf der Zunge brennt,
Die Antwort nur einer kennt.

Salz läuft mir aus den offenen Augen,
Ich würd so gerne deiner Lüge glauben.

Doch die Wahrheit, die ist mir klar.
Es ist die gleiche, wie vor einem Jahr.

Ich kann dir immer noch nicht das Wasser reichen,
Dennoch musst du heute vor mir weichen.

Denn nun werd ich auf eine weite Reise gehen,
Du wirst mich danach nie wieder sehen...
©Alina Jacobs

May 24, 2016, 3:06 p.m. alina 0

Unsere Spuren verwischen im fallenden Schnee.
Komm lass uns rein gehen, du trinkst deinen Kaffee, und ich meinen Tee.

Ich mag es, meine Hände an deinem Kaffee zu wärmen,
Wenn die gefallenen Flocken doch auch nur so warm wären.

Du fängst an, mir eine Geschichte zu erzählen,
Es ist schön, wie deine Worte durch den Raum schweben.

Nun hältst du inne und schaust mich an,
denn du weißt, dass ich das Ende kaum abwarten kann.

„Hier muss ich aufhören hier muss unsere Geschichte enden,
denn die Zukunft ist kein geschriebenes Blatt, sie soll man wenden.“

Ich schaue hinaus, auf die Schneemänner, die wir gebaut haben,
einen Mann und eine Frau
ihre Äste sind zu Boden gefallen,
sie tragen unsere Farben.

„Also darf ich mir unser Ende ausdenken?“
„Ja, ich will es dir schenken…“

Wir haben unsere Namen in den Schnee geschrieben,
das Weiß hat sie verschüttet, es wollte uns bloß in Sicherheit wiegen.

„Unser Ende…
Und was ist, wenn ich kein Ende will?“

Meine Fingerspitzen werden von der Kälte blau,
sanft legst du deine behandschuhten Hände um meine,
sie sind angenehm rau.

„Manchmal müssen Menschen mit ihren Entscheidungen fallen,
drum trauere der Vergangenheit nicht nach,
denn sonst kannst du mich nicht hallten, wenn ich in der Gegenwart erwach'…“

Im flackerndem Schein der Straßenlatern‘,
siehst du nur getrübt, die leuchtenden Stern.

Du sagst mir, ich soll löschen das Licht,
doch im Dunklen, da siehst du mich nicht.

Ein eisiger Wind verweht mein Haar,
wie schön dieser Nachtspaziergang mit dir doch war.

Mittlerweile gibt es eine Geschichte pro Tasse Kaffee,
denn Kaffee und Geschichten, tun uns beiden nicht weh.

„Was passiert, wenn du irgendwann zu groß für meine Geschichten bist?“
-„Dafür werd' ich nie zu groß sein…ganz egal, was das Maßband auch misst!“

Und wenn du nur der Schnee in meinem Herzen bist?
Der Frost,
welchen ich, wenn er fehlt,
vermiss?

Und es wurde eine Winterliebe
mit dem letzten Schnee
schmolz auch sie dahin
aund ließ sich nicht mehr
auffangen.
©Alina Jacobs

May 24, 2016, 3:05 p.m. alina 0

Und wir reden nonverbal,
weil es für das, was zu bereden war
keine Worte mehr gab.
Wir schauten uns an,
eine lange Zeit,
da die Zeit reicht.
Dann hebt sich deine Hand
und sie streicht
Streicht sanft über meinen blonden Haarschopf
und ja,
das reicht mir zum Glücklichsein.

Und ich schau in deine Augen,
schau' sie mir ganz genau an
und merke,
sie sind gar nicht Vergissmeinnicht
(blau) und auch nicht Wasserdicht.

Aber wunderschön.

Ein helles blau,
gesprenkelt von kleinen weißen Tupfen und
umrandet von einem angenehmen Fliederton.

Ich würd sie gern noch weiter beschreiben,
doch du schließt sie und tust so,
als schliefen sie schon.

Deine Wimpern werden dunkler
und irgendetwas glitzert,
wenn man genau hinsieht
Und ja du willst mir deine kristallklaren Tränen nicht zeigen
denn du willst nicht unter Schwäche leiden.

Ich weiß nicht, was ich tun soll
drum schweig ich,
und denke.
Ja, ich denke ganz genau nach
auch wenn ich dabei viel zu viel Zeit verschenke
denn sie ist nichts, was bleibt.

Drum gebe ich dir nur einen sanften Kuss
und weiß, dass du alleine
weiter machen musst
auch wenn ich dein Leid
und dein Kummer,
nur schwer ertrage...

Dann räusperst du dich
und flüsterst
(Ja, hier flüstern wir)
"Halbwissen ist am Schlimmsten,
danach kommt Ganz wissen,
das ist auch nicht gut, aber angenehmer
und am Besten ist Unwissen...."

"Ja. Und ich bin halb wissend."

Darauf schweigst du,
aber es ist ein angenehmes Schweigen,
nämlich das, was ich gewohnt bin...
Also nehme ich es ohne zu fragen hin
und dann unterbrichst du die vertraute Stille:

"Davor wollt ich dich schützen, aber ich kann und werde nicht der sein, der dich Wissen lässt."

Das akzeptiere ich
und will dir Zeigen,
zeigen, wie schön du bist
und sagen, dass ich dir vertraue.
denn das tue ich.

Ab da stellen wir die Gespräche ein,
da ich mich nicht traue,
dir mitzuteil'n,
dir zu vertrau'n

Und wir reden nonverbal,
weil es für das, was zu besprechen war
keine Worte mehr gab.
Wir blickten uns an,
eine lange Zeit,
da die Zeit reicht.
Dann rückst du zu mir ran
Schaust dir meine Tränen an
und wischt sie
wischst sie vorsichtig fort
und ja,
das reicht mir zum Glücklichsein.

Und dann schlafen wir.
Ich in deinem Arm
meine Hand in deiner
Und du verzeihst mir.

Für all die unausgesprochenen Worte.

Wir müssen noch so viel kennen lernen
Zuerst uns
dann ich dich
du mich
und dann
Wie es sich anfühlt, sich ohne Schmerz vom andren zu entfernen.

Ich bleib bei dir, denn so schnell wirst du mich nie wieder los
nun leb ich den Moment, jede Sekunde mit deiner Anwesenheit,
weil ich weiß, dass es sich lohnt
Bin die Einsamkeit leid und mit dir findet mich endlich die Zeit
die meine Wunden heilt.

Auch wenn wir eine schützende Wand aus Lügen um uns bauen
weil wir glauben, sie würde uns vor der Enttäuschung anderer bewahren
Reife, reift doch nicht allein mit den Jahren
Trotzdem lässt du mich hinter deine Fassade schauen.

Und ja, ich mag den Menschen, der da hinter sitzt
Auch wenn du ihn nicht magst
Und dich über diesen teil von dir beklagst
so macht er dich doch zu dem, der du bist.

Und wir reden nonverbal,
weil es für das, was zu bereden war
keine Worte gibt.
Wir sahen uns an,
eine lange Zeit,
da die Zeit reicht.
Dann ziehst du mich zu dir und küsst mich
Küsst mich behutsam, fast schon andächtig
und ja,
das reicht mir zum Glücklichsein.

Es wird still, wir schweigen,
da schon alles gesagt ist
ich seh dir noch einmal in die Augen
und weiß, dass du diesen Tag nur schwer vergisst

Ich könnt' noch ewig mit dir liegen bleiben,
weil in deinem Bett die Welt noch in Ordnung ist.
©Alina Jacobs

May 24, 2016, 3:02 p.m. alina 0

Die Macht ist mit uns,
da wir Grammatik bei Yoda machten
hofften, dass wir aus unsrer Fantasie nie erwachten
und wir dachten,
wir würden es schaffen
die Welt ein Stückchen besser zu machen.

Und nur, weil ich sage,
dass ich der Höflichkeit wegen frage,
heißt dass noch lange nicht,
dass dies der Wahrheit entspricht.

Und ich bin eine von 8 Milliarden,
will auch was wagen
und über mein Chaos klagen.
Darf oftmals keine Ahnung von den neusten Neuigkeiten haben,
denn ich kann die Narben unsrer Welt nicht tragen.

Ich lauf oft gegen Wände,
besitze zwei ziemlich linke Hände
verliere mein Gleichgewicht
und bin meist Schuld dran,
wenn was zerbricht.
Weiß nicht wie man das abstellt,
war schon immer die, die aus dem Rahmen fällt.

Doch du antwortest mir
auf die Frage nach dem Sinn des Lebens:
“42!”
Und ich merke, wie ein Lächeln auf meinen Lippen liegt,
obwohl du ein eiskalter Warmduscher bist,
der den Mond, wenn er Nachts schläft vermisst.

Du bist meiner von 8 Milliarden,
Über dich, kann ich mich nicht beklagen,
da wir einfach viel zu lang nachts wach lagen
und in den Sternenhimmel starrten.
Mit jedem Stern, der zu Boden schwebt,
wünsche ich mir,
dass du für mich lebst.

Doch weißt du das?

Mit dir
Fühle mich das erste Mal
geschätzt, gebraucht, geliebt
bei dir,
auch wenn ich in wichtigen Momenten oftmals schwieg
so will ich doch nur,
dass du weißt,
wie sehr ich dich mag
und werd nicht vergessen, was ich an dir hab.

Nicht in dieser Ewigkeit
denn die leben wir, nur wir, zu (z)weit

Wir sind nur zwei von 8 Milliarden,
das macht uns noch lange nicht zu Ikonen,
doch glaub mir, es wird sich lohnen
und wir werden über allen anderen thronen,
wenn wir ein Wagnis zu zweit wagen.

Du mein Khal, ich die Khaleesi
wahre Liebe versagt nie,
doch bleibt sie oft unerwidert,
denn Lebensstrukturen sind selten gegliedert
drum halt ich's hier einfach nicht mehr aus
und will ganz schnell aus deiner Präsenz heraus.

Lieblingsmensch.
Darauf reimt sich nichts,
muss es nicht,
denn du, Lieblingsmensch
erweiterst meine Sicht.

Mit den Prinzipien, die du für mich brichst,
da ich weiß, wie viel du auf sie gibst,
doch nun bin ich da.
So sollte es sein, das scheint recht klar,
denn du bist für mich wahrhaftig wahr
und nun bin ich da.

Doch momentan fehlst du!
Dein Verlassen hat neue Wunden aufgemacht
und Platz für Narben geschaffen.
Nun leid ich unter Schmerzen,
doch du brichst weiter wahllos unschuldige Herzen.

Ich bin "dein Schatzzz",
doch du denkst, Schätze vergräbt man
Hey, Herr der Ringe ist kein Liebesroman,
da werden Schätze in Schicksalsberge getan
Ganz tief,
denn so kann man vergessen, dass es sie wirklich gibt!

Und du schaffst es
von diesen 8 Milliarden Menschen auf der Welt,
der zu sein, der mich zusammenhält,
festhält
mit dem die Zeit nie lang anhält,

wo aus Stunden, Minuten und Sekunden werden
nein, das bekommt man nicht für Geld.

Und selbst wenn,
ich würde dich stehlen, irgendwann,
da ich mir so etwas kostbares, wie dich
einfach nicht leisten kann.

Du bist einer der Besten,
doch ich war nie gut darin,
mich mit dem Besten zu messen,
da ich so etwas oft verlor.

So bin ich letztendlich
Zum Sterben zu viel,
Zugegeben in der heutigen Zeit ein sehr angesagter Stil,
doch ich ging noch nie mit der Mode mit,
drum bleibt mir noch zum Leben zu wenig,
auch wenn dieser Weg steinig ist.

Denn du bist einer,
der in Paradoxen spricht, um recht zu behalten
und so anfängt mit seinen Worten meine Wahrheiten zu spalten
und Tatsachen anmalt, in ganz neuen Farben.

Ich hab das Gefühl, dass du meine Instinkte trügst
und mir in deinen Armen eine friedliche Welt vorlügst,
Da du mich gestohlen hast, bei Sternennacht,
obwohl du doch nicht weißt, wie man so etwas macht!

„You know nothing!"
denn Wissen ist nicht so dein Ding…

„I will take, what is mine!"
Ja, das ist dann meine Line.

Jetzt wird die rosarote Brille abgenommen,
Um auf deine hundert Macken zurückzukommen!
Du hast immer recht und das ist kompliziert,
Denkst, du wärst der Babo, der alle rasiert!

Sagst, würdest dich für mich in den Bodon schäm‘,
Dabei hat uns doch noch nie jemand, zusamm‘ geseh‘n!
Hältst nichts von Romantik, Versprechen und Klischees,
Ich hoff' insgeheim, dass du morgen nicht erlebst!

Ich schau in den Spiegel, wenn ich 'ne Göttin sehen will,
Doch wenn ich zu dir rüber seh', krieg' ich 'nen Overkill!
Schenk mir keine Rosen, die brauch ich nicht mehr,
Sieh es endich ein, dass Leben ist nicht fair!

Du setzt deine Prio, wie 'n Businessmann,
Glaube mir, ich sage dir, dass der auch nicht alles kann!
Pass auf sonst scheiße ich auf dein' Terminkalender,
Und bin weg, Diggah, hab nämlich Tinder!

Du bist überzeugt, Gold kommt aus deinem Mund,
Doch Träume können zerplatzen, es läuft nicht immer rund.
Du machst auf Klavierspielermusterschülermutterslangerhoffersohn,
Doch bist nur ein Mutant mit nicht genügend Glückshormon'!

Ich hätt' noch ein paar Ideen, womit ich dich schmücken kann,
fangen wir doch erstmal mit deiner Fresse an.
Ich kann dein Grinsen nicht mehr sehen,
Zieh deine Mütze runter,
Deine Witze werd' ich nie versteh'n,
Geh' mit ihnen unter!

Es ist traurig, man will es nicht begreifen,
Vertrauen war mal da!
Nun ist da nur noch Lust
Wo mal die Liebe war!

Und wir sind zwei von 8 Milliarden

wollen nicht umdrehen
mal in den Garten Eden gehen
nach dem Sinn des Lebens sehen
und nicht allein im Regen stehen

wollen den Sonnenaufgang über dem Meer sehen
die Wahrheit sagen
einen Schritt in Richtung Abgrund wagen
und gemeinsam Fehler begehen.

Wollen das schlechte Gewissen, dazu bringen nicht mehr an einem zu nagen
uns Träume anzünden, ihren Rauch in den Himmel blasen
und ihm zusehen, beim verwehen
uns keine Unmöglichkeiten mehr aus dem Kopf schlagen

und nur einmal die Welt verstehen.
©Alina Jacobs

May 8, 2016, 7:06 p.m. alina 0

Dieses Gefühl

Sich nicht ausdrücken zu können,
Nicht das zu sagen, was man will.
Wenn dir die Worte fehlen
Und es so unbehaglich still ist,
In deinem Kopf.
Da dir Gedanken und Ideen die Sätze stehlen
Nicht verstanden zu werden
Dieses kleine seelische Saiten sterben.
Wenn man die Worte, die einem aus dem Mund huschen,
lieber verschlucken will,
doch man kann es nicht.

Drum will ich jetzt und hier eine Schweigeminute einlegen,

für all die Worte, die es nie aus meinem Mund schafften
und für die vielen, die Chaos machten.
Und für die, über die Leute nicht lachten
und die anderen, die man nur kann,
verachten.

Drum will ich jetzt und hier dir meine Gedanken geben.

So spricht man weiter, in der Hoffnung irgendwann auf jemanden zu stoßen,
der seine Sprache spricht.
Auch wenn diese nicht (wie viele fälschlicherweise denken) Deutsch ist.
Da die Menschen um dich herum dich nicht verstehen.
Auch wenn manche es versuchen
So bleibt doch keiner für dich stehen.
Und du kannst nicht mal drüber fluchen,
weil dir doch die Worte fehlen.

Andere Lächeln dich an
Auch wenn sich hinterher raus stellt,
sie haben sich dabei verdammt schwer getan!
Auch wenn du dir ihren mitleidig verzogenen Mund sparen kannst
ist er es doch, der dich dazu bringt, dass du dich immer mehr hinter Schranke verschanzt.

Und einige
Strafen dich mit verwirrten Gesichtern
und zu hohem Näschen.

Drum will ich jetzt und hier die Leute dazu anregen

für all die Worte, die es nie aus meinem Mund schafften
und für die vielen, die Chaos machten.
Und für die, über die Leute nicht lachten
und die anderen, die man nur kann, verachten.

Mir zu verzeihn, denn kann ich ohne Worte ein guter Mensch sein?

Du hast was zu sagen,
Auch wenn andre nicht nach deiner Meinung fragen
Und die Zweifel dich plagen.
musst du dich durch Pfade schlagen
von denen du nie gedacht hättest
du würdest sie jemals wagen
auch wenn dir Steine im Weg lagen
musst du diese Last
allein ertragen.

Doch merke dir
Du bist eine Person, die gehört werden soll
Dass du die Worte nicht hast,
machst dich doch nur geheimnisvoll
Sieh hin, die Worte, die du suchst, sind hier (drinn.)

Und ich tippe dir auf dein Herz,
da ich ihn kennen, diesen Schmerz
in der Gesellschaft, in der man lebt
nicht zu Wort zu kommen.
Ich sage nicht,
diese Zeit vergeht,
denn Hoffnung ist zu schnell verronnen.

Vielleicht wissen sie das,
die Menschen, die dich schikanieren
Vielleicht können sie dein Wesen nicht einmal tolerieren
oder wollen es letztendlich nicht wagen,
dich zu demaskieren

Ich will nur, dass du weißt,
Wie viel du wert bist.

Drum will ich jetzt und hier die Leute dazu bewegen

für all die Worte, die es nie aus meinem Mund schafften
und für die vielen, die Chaos machten.
Und für die, über die Leute nicht lachten
und die anderen, die man nur kann, verachten.

Drüber hinwegzusehen und ein bisschen Menschlichkeit offenzulegen.

Und endlich willst du mal was sagen,
machst den Mund auf und sprichst
Doch wirst verbal hart geschlagen
Wo du doch so schwer vergisst.

Dann wird dir klar:
„In dieser Sprache kommunizier ich nicht“
Niemand nimmt darauf Rücksicht
Weil dein Wortschatz längst gestohlen ist.
Keiner Licht brennt mehr für dich,
denn du verstehst die Menschen nicht.

Und dann scheiterst du beim ersten Wort.
Triffst den falschen Ton
Deine Schultern verkrampfen
dein Rücken wird gebrochen,
vom ganzen Hohn
Und sie kommt wieder
die Depression.
denkst du wärst eine Fehlfunktion
die nicht reden kann
und wenn, nur monoton.

Drum will ich jetzt und hier eine Lawine lostreten

für all die Worte, die es nie aus meinem Mund schafften
und für die vielen, die Chaos machten.
Und für die, über die Leute nicht lachten
und die anderen, die man nur kann, verachten.

Für all die, deren Worte nur (noch) leise im Wind wehten.

Hier wirst du missverstanden
kommst schon beim kleinsten Versprecher in's Wanken
Und willst nur, dass sie einmal schweigen,
deine Gedanken
die sich rankend um deine Zunge legen
dir demonstrieren
sie sind dagegen!

Unterbrochen

(in der hübschen Wahrheit,
die du von dir gibst.
Sie kapieren nur nicht,
dass du dich nicht in Leid verliebst)

dabei wolltest du doch nur sagen,
dein Herz hat aufgehört zu schlagen.

Drum will ich jetzt und hier
schweigen und Tränen zeigen.

Weil wir es mal wieder nicht geschafft haben
Zu akzeptieren und ja zu sagen.
Weil wir es mal wieder nicht geschafft haben
Uns gegenseitig nicht zu schaden

Und nun fragend in die Gegend starren,
weil wir die Konsequenzen tragen.

Und für all die Worte, die es nie aus deinem Mund schafften
und für die vielen, die Chaos machten.
Und für die, über die Leute nicht lachten
und die anderen, die wir nur konnten, verachten.

Drum will ich jetzt und hier
schweigen und Tränen zeigen.
©Alina Jacobs

May 8, 2016, 7:04 p.m. alina 0

Ohne dich fehlt mir etwas,
denn ohne dich fehlt mir mein ich
drum lass mich mein ich bei dir finden.
Du musst es nur zulassen,
dich überwinden

Sei ein Platz,
an dem ich lachen kann, auch wenn nichts lustig ist
Sei ein Ort,
an dem Frieden ist, obwohl der Krieg ständig präsent ist
Sei ein Traum,
in dem ich fliegen kann, obwohl dem Menschen schon das Laufen schwer fällt
Sei ein Versteck,
in dem mich keiner findet und wenn doch, dann würde er nur uns finden
Sei ein Licht in der Dunkelheit,
auch wenn die Sonne nicht immer scheint
Sei ein Boot, welches mich sicher übers Wasser trägt
auch wenn Boote nicht tragen können

Sei ein Haus,
welches selbst nach einem Brand noch steht.

Ich weiß,
ich hab es angefangen
damals
mit einem unauffindbaren Zettel
in deiner Tasche

doch schau was ich erreicht hab,
ich hab dich erreicht, doch reicht mir das?
Meine Hand hab ich dir dargereicht um dir zu zeigen, wie reicht du mich machst
Die Frage ist, ob ich dir das Wasser reichen kann und ob ich dich bereichere.

Wir wollte nicht lügen
hast du gesagt, doch wie willst du wissen, wann ich dich belüge
wo du doch gar nicht weißt, was eine Lüge von mir ist,
denn du weißt nur das bzw. so viel, wie ich dich wissen lassen will,
drum sei nicht zu wissbegierig, da oftmals die Unwissenheit schützt
vor grauenhaft wissenden Fakten
Also vertrau mir, wenn ich sage, dass ich dich liebe
und du mehr gar nicht wissen musst,
hinterfrage das ‚wie‘ und das ‚ob‘ und das ‚warum‘ nicht
denn fragen setzt auch ein Wissen voraus, ein Unwissen,
„Ich weiß, dass ich nichts weiß“, das hat schon Sokrates gesagt
doch wie kann ich dich vorm Wissen schützen, wenn du gar nichts weißt?

Sei mein Platz,
an dem ich lachen kann, auch wenn nichts lustig ist
Sei mein Ort
an dem Frieden ist, obwohl der Krieg ständig präsent ist
Sei mein Traum
in dem ich fliegen kann, obwohl dem Menschen schon das Laufen schwerfällt
Sei mein Versteck
indem mich keiner findet und wenn doch, dann würde er nur uns finden
Sei mein Licht
in der Dunkelheit, auch wenn die Sonne mal nicht scheint
Sei mein Boot
welches mich sicher übers Wasser trägt, auch wenn Boote nicht tragen können
Sei mein Haus
welches selbst nach einem Brand noch steht.

Du sagst, dass wir uns hassen sollten und wahrscheinlich hast du recht damit
denn wir passen nicht
ich verpasse dich und du
passt dich an
so quetschen wir uns beide unbewusst in unsere Passformen und
entsprechen nicht mehr den Normen
trotz all der Antithesen gegen dich und mich
hassen wir uns nicht
Stattdessen sind wir jung und naiv
fangen an uns zu lieben
vom verlieben
zum ohne den anderen Sehnsucht kriegen
ist alles dabei
doch wie es soweit kommen konnte
ist mir einerlei
Denn wir sind wie Feuer und Eis
ich bin kalt und du bist heiß
wir fangen an uns zu ergänzen
was hat diese Beziehung eigentlich für Grenzen?
Kann es ewig so weitergehen?
Leider nicht, denn die Zeit bleibt selbst für uns nicht stehen
da wir nicht alles sind
jeder führt sein eigenes Leben
doch wir können ihnen eine gemeinsame Zukunft geben
Es fallen so viele Worte
wenn ich Schweige
und so viel Unwahrheit in denen, die ich aneinander reige
Trotzdem verlange ich von dir,
sie zu lesen
zu verstehen
schaffst du es trotz all der Forderungen nicht fort zu gehen?

Ist ein Rückzug nicht schon längst zu spät?
Was soll ich machen, ich weiß doch auch nicht, wie so etwas geht…

Lass uns uns gemeinsam verlieren und
eine morsche Holzbank mit unseren Namen verzieren

Denn Du bist mein Platz,
an dem ich lachen kann, auch wenn nichts lustig ist
Du bist mein Ort
an dem Frieden ist, obwohl der Krieg ständig präsent ist
Du bist mein Traum
indem ich fliegen kann, obwohl dem Menschen schon das Laufen schwerfällt
Du bist mein Versteck
indem mich keiner findet und wenn doch, dann findet er nur uns
Du bist mein Licht
in der Dunkelheit, auch wenn die Sonne nicht immer scheint
Du bist mein Boot
welches mich sicher übers Wasser trägt, auch wenn Boote nicht tragen können
Du bist mein Haus
welches selbst nach einem Brand noch steht.

Lass uns uns gemeinsam verlieren und
eine morsche Holzbank mit unseren Namen verzieren…
©Alina Jacobs

May 8, 2016, 7:01 p.m. alina 0

Und manchmal frag ich mich
Wie soll das weiter gehen?
Du und ich
Sind zwei Unpolare Atome, die sich gegen den Strom drehen.
Haben die gleiche Elektronegativität, die uns verbindet,
Gerade weil man uns in der selben Perioden findet.

Wir sind keine Salze,
sind zu wenig polar,
Wir passen nicht,
das glaub ich nicht
sind doch nicht
unfehlbar.

Doch unsere Differenzen sind nicht hoch genug
um gänzlich ineinander über zu gehen,

Was ich damit sagen will
Ich kann kopfüber deinen Horizont sehen!
©Alina Jacobs

May 6, 2016, 7:23 p.m. alina 0

Meine Gedanken mit deinem Namen zu füllen,
Meine zitternden Arme in deine Jacke zu hüllen.
Meiner trockenen Kehle aus deinem Becher Wasser zu geben,
Bringt meinen Herzschlag plötzlich zum Beben.
In deinen Armen sich vor'm Regen verstecken,
Wenn die Schatten der Nacht anfangen einen zu erschrecken.
Deiner Stimme beim Klang von Gruselgeschichten zu Lauschen,
Mit dir den Sonnenuntergang betrachten, beim ruhigen Wellenrauschen.

Es könnte so einfach sein, doch das Leben ist schwer,
denn ohne dich fehlt mir ein Stück und ich bin leer.
©Alina Jacobs

May 3, 2016, 10:19 a.m. alina 0

Was ist ein Mensch, wenn keiner an ihn denkt?
Wenn keiner ihn bemerkt?
Wenn keiner sich um ihn schert?
Was ist ein Mensch, wenn keiner ihm ein Lächeln schenkt?

Was ist die Liebe wenn man sie nicht erkennt?
Wenn man sie nicht erlebt?
Wenn man nicht auf Wolke 7 schwebt?
Was ist die Liebe, wenn man sie nicht nennt?

Was ist die Hoffnung, wenn man zu verbittert ist?
Wenn man nicht mehr hoffen mag, weil einen die Enttäuschung plagt?
Was ist die Hoffnung, wenn niemand die Friedensflagge hisst?
©Alina Jacobs

April 20, 2016, 8:47 p.m. alina 1

1. Weltkrieg
Sie sind im Niemandsland
Gehen auf Abstand
und warten
auf den Krach der Granaten.
Langsam verlieren sie den Verstand
Leichengeruch weht von dem her(r)...ohne Hand.

Sie sitzen im Schützengraben
Schreien nach Mama
Sind doch noch kleine Knaben
Gefangen in 'ner Kriegskammer

Dort lernen sie eine neue Dimension des Mordens
Denken sie wären gen Norden
Denn der Feind kommt lautlos
Nein, das ist wahrlich kein Trost
Und ihnen ist nicht bewusst, das keiner gewinnt,
Zu allem Überfluss werden sie langsam blind

Ihre Lungen geschädigt, Haut verätzt
Wer's überlebt ist ein Held, doch leider vergessen alle,
dass man sich auch psychisch verletzt

Die Genehmigung für's Töten wurde erteilt
Und sie schießen mit Gas
Keiner, der zur Hilfe eilt
denn sterben bringt ja Spaß!

Man hört die letzte Bombe krachen
Und die Überlebenden wünschen sich,
sie wären tot, wenn sie nicht in Frieden erwachen.

Sie haben Angst, dass der als Verlierer hervorgeht,
der als zweites zuschlägt.
So betreiben sie Massenmord
„Für die Kirche!“
Ihr Ehrenwort.

Vom Leben wussten sie nicht viel
Als einfacher Bauer über die Runden zu kommen,
war ihr Ziel.
So kämpften sie an der Front
Immer näher kam der graue Horizont...

Seht, da werden Juden aufgehängt
Keiner, der den schlaffen Körpern Aufmerksamkeit schenkt
Denn ihr Tod war ja richtig
Sie hatten als einzige, den Durchblick

Die Kriegssoldaten
Wissen nicht einmal,
Wogegen sie Krieg führen
Können schon seit Monaten
keinen Pulsschlag mehr spüren...

Das nennt sich dann
„Politik der verbrannten Erde“
Wer genau hinschaut sieht,
unsre Welt besteht nur aus einer geklebten Glasscherbe.
©Alina Jacobs

April 7, 2016, 9:31 p.m. alina 0

[Spoiler alert!]

"Königsmörder" ruft man dich
Sag Jamie, schämst du dich?
Kleine Kinder aus Fenstern schmeißen
und der Schwester die Kleider vom Leib reißen?
Das also ist dein Leben
Doch in Wirklichkeit
wolltest du nur der Gerechtigkeit
entgegenstreben...

Hast unsre Stadt vorm Irren König befreit
In deinem Hirn ist ja doch für mehr Platz, als nur für deine Schönheit!
Dein Vater wollte dich immer als Burgherrn sehen
Was dich dazu brachte, dich umzudrehen und zu gehen
Gingst nie auf Abstand, hattest immer `nen Einwand
Dafür verlorst du deine rechte Hand...

Du bist mein
ich bin dein
das hat Ygritte zu Jon gesagt
und wurde darauf hin leider umgebracht
von Olly in der Nacht
zugegeben ich habe nicht gelacht
nur grinsend gedacht
dass das Karma grade dann erwacht
wenn man nicht damit gerechnet hat

Snow ist gefallen
und es fängt an zu schneien
nun tropft Rot auf Weiß
Er bezahlt den Preis
„Für die Wache“
Nun liegst du in deiner Blutlache, aus Rache!
Wärst du mal lieber bei Robb geblieben,
selbst Catelyn redete sich vor ihrem Tod ein,
dich zu lieben...
©Alina Jacobs

April 7, 2016, 6:01 p.m. alina 0

Du füllst skelettierte Blätter
mit Königsblau
um zu sehen
wie blaue Knochen
im Winde wehen...

diese trägst du auf
mit einem weißen Federkiel
denn die Worte, die du nieder schreibst
bedeuten doch so viel

und du schreibst Geschichte, ohne zu schreiben.
Du bist tatkräftig, doch vollführst keine Taten.
Du bist taktvoll, keine Musik, die spielt
Du bist verwunderlich, und doch kein Wunder
du bist angsteinflößend, nur ohne Angst

du bist kämpferisch, doch führst keinen Krieg.

Und dennoch, ich will Geschichte schreiben
von dir
um der Welt zu zeigen
wie sehr es schmerzt
dich zu verlieren

je mehr die Welt dich kennt
desto mehr wird sie bereichert werden
und du wirst als Legende sterben.
Du wirst dann einer von denen sein, die man so gern in Geschichtsbüchern nennt.

Du wirst dann einer von denen sein, die man in Geschichtsbüchern nennt
und vergisst.
das sag gerad ich, weil ich den Unterrichtet immer hab verpennt,
da ich keiner bin, der über die Vergangenheit lang nachdenkt
sondern seine Zeit an Bücher verschenkt

allerdings nicht an verstaubte, alte Vergangenheit
denn die Zukunft liegt nicht so weit
entfernt.

Du sprichst so viele Worte, doch du sagst nichts.
Und ich hab mein Versprechen nicht gebrochen,
hab mich nur beim Versprechen geben, versprochen...
Kannst du da noch auf Wahrheit hoffen?

Und später dann, wenn die Welt dich doch vergessen hat
weil sie das Lesen
das Leben in Buchstaben und Druckerschwärze verlernt,
dann weiß ich, dass ich versagt hab
dennoch bist nicht du der, der (drüber) klagt.

Doch keine Angst
ich werde immer noch an dich denken
selbst wenn du dann einer von denen sein wirst, die man in Geschichtsbüchern nennt
Werd' ich dich nicht vergessen
denn dann bin ich
von den alten
voller Falten
verstaubten, verbissenen
Geschichten, ganz hingerissen.

Da ich
noch lesen kann
und zum ersten mal
deine Geschichte versteh
und es dir verzeih
dein gehen
damals

denn das war der Grund, weshalb ich dich in Bücher schrieb
Bücher, die die ganze Welt kriegt
Bücher auf denen die Last eines Menschen liegt

in Büchern,
da ich dich hatte
lieb.
In Büchern,
die ich selber schrieb,
in denen du bis spät in die Nacht bei mir bliebst,
in denen du in deinen Träumen unsre Zukunft siehst,
in denen du mich zu meinem Ziel ziehst
und du mir Treue rietst

Ja,
dort hatt' ich mich in dich verliebt.

Doch ich war nie gut
im Geschichtenbücher schreiben,
darum sollte es wohl bei der Realität bleiben

denn ungeschriebene Worte
kann man nicht tot schweigen.

Und du wurdest einer, von denen
die man in Geschichtsbüchern nennt,
da du Geschichte geschrieben hast
mit der Zeit,
die verrennt.

Geschichte für den Geschichtsunterricht
Geschichte, damit man sich den Rücken, beim Trage der Weltliteratur bricht
Geschichte, um in diese verwirrte Welt zu bringen, Licht
Geschichte, die erweitert unsern Horizont, unsere Sicht
Geschichte, ohne sie,
gäbe es uns nicht.

Und ich bin auch eine, von ''denen'', die man in Geschichtsbüchern nennt
auch wenn ihr nur in Statistiken an mich denkt
so bin ich doch Teil
dieser Geschichte, die sich
"Leben" nennt.
©Alina Jacobs

April 6, 2016, 10:28 p.m. alina 0

Wie schwer es sein muss, mich zu lieben...
Komplizierter noch, als ohne Flügel hoch zu fliegen
Ich weiß nicht mal selber, wer ich bin
Und verliere mich nicht selten in Irrsinn.

Ich singe oft schief zu laut
Bin diejenige, die sich nachts nicht raus traut
Ganz leise Hoffnung aufbaut
Und häufig viel zu schnell vertraut

Wie schwer es sein muss, mit mir zu reden...
Da meine Gedanken manchmal schlimmer als Honig zusammen kleben
Und ich planlos durchs Leben treibe
Und mich an Grashalmen schneide.

Bei dir bin ich vollkommen ehrlich,
Darf auch mal nicht funktionieren
Bist für mich inzwischen unentbehrlich
Weil ich weiß, wie schön es ist, wenn unsre Herzen im selben Takt pulsieren.

Wie schwer es sein muss, mich zu lesen...
Bin noch nie ein Bestseller gewesen
Unfertig und voller Rechtschreibfehler
Ein offenes Buch, nur ohne Erzähler

Ich verlaufe mich
Finde den Weg nicht
Klettere gern auf Bäume
Und schlafe nicht immer, wenn ich träume.

Du versucht die Eckpunkte, an denen wir uns schneiden, zu unterstreichen,
Damit ich sehe, welche Leidenschaften sich bei uns doch gleichen
Lässt dich inzwischen auch auf meine Kompromisse ein,
denn mit dir bin ich weniger allein.
©Alina Jacobs

April 5, 2016, 11:52 p.m. alina 3

Schaut aus dem Fenster und bemerkt, dass ihr wieder Farben seht,
Dass die Uhr immer noch an der selben Stelle steht,
Und wie die Blume vom letzten Jahr
von Neuem auflebt.

Ja, merkst du, wie die Zeit vergeht?

Spürt ihr, wie die Erde bebt?
Ein warme Lufthauch über Mund und Nase fegt?
Und ihr den dampfenden Tautröpfchen die Hand gebt?

Merkst du nicht auch, wie die Zeit vergeht?

Siehst du, wie sich der Igel erhebt?
Spürst du wie der weiße Löwenzahnsaft an dir klebt?
Und hörst du, wie der Mensch den Rasen mäht?

Und merkst du jetzt, wie schnell die Zeit vergeht?

Eben war es doch noch ein Winterwind, der dein Haar verweht
All die Wunden des letzten Jahres sind nun zugenäht
Nun sitzt du im Schaukelstuhl, das Haar ergraut
Und fragst dich, wo sind all die Jahre hin?

Schaust hinaus, aufs weiße Feuer und merkst,
wie du mit den (Jahres) Zeiten gingst...
©Alina Jacobs

April 5, 2016, 11:50 p.m. alina 0

Jeden Tag,
Laufen wir die Straße entlang.
Schweigend.
Unsere Füße im gleichen Rhythmus.
Angenehm, die Stille zwischen uns.
Wir brauchen die Worte nicht.

Du hast neue Schuhe,
Ich bemerke sie und nicke.
Du hast es gesehen, doch sagst nichts.
Deine Lippen formen bloß ein stilles „Komm“.
Du brauchst die Worte nicht.

Und ziehst mich zurück auf die Straße,
die wir seit Jahren gemeinsam gehen.
Es ist unser Weg.
Wir schweigen immer noch.

Denn die Worte, die brauchen wir nicht.
©Alina Jacobs

April 5, 2016, 11:47 p.m. alina 0

Sie haben es gesungen,
am zweiten Tag,
als das Schiff in See stach.
Ich habe es mit gesummt.
Dafür haben Sie mir ein Lächeln geschenkt.

Wir saßen da, nebeneinander
und summten unser Lied.
Mit Gefühl,
im Grunde haben wir es nicht gesungen.
Es waren unsere Herzen.

Später, am Abend dann,
da wo die Petroleumlampen flackerten
und trübes Licht verbreiteten,
da saßen wir alle zusammen.

Sie waren da.
Der geschriebene Fotoschreiber.
Der Momente-Festhalter.
Ich.
Ich sang mit dem Momente-Festhalter zusammen das Lied.
Wir sangen es schief und setzten zu spät ein.
Wir sangen es von Herzen.

Nun sind wir alle fort.
Niemand, der beim Schein der Lampe, dieses Lied singt.
Ein schnelles, weiches Räuberlied.

Es war unser Lied in dieser Nacht.
©Alina Jacobs

April 5, 2016, 11:46 p.m. alina 0

Und ich schicke meine Tauben
hinauf ins Himmelszelt
würd so gern an etwas glauben
dort tragen sie unsere Welt
„HÖRT AUF MIR DEN ATEM ZU RAUBEN!“
meine weißen Friedenstauben.
©Alina Jacobs

April 5, 2016, 11:43 p.m. alina 0

Es gab da mal ein Mädchen,
das hatte Feuer in den Augen
vor Begeisterung,
doch irgendwann erlöschen alle Feuer

und es werden Bemalungen aus Asche gemacht.

Es gab da mal einen Jungen,
der hatte Eis im Herzen
um sich zu schützen vor Schmerzen,
doch irgendwann schmilzt all das Eis

und es werden mit Wassertropfen die Lichterkerzen gelöscht.

Es gab da mal eine Frau,
die hat schon seit langem kein Feuer, geschweige denn Eis mehr
denn das Lieben viel ihr schon immer schwer
doch sie wollte eine Geschichte.

Dieser Text, der ist für sie,
dank ihr ist das Herz des Jungen ausgezehrt
und die Augen des Mädchens sind geleert,
denn die Frau hat ihre Träume zerstört.
©Alina Jacobs

April 5, 2016, 11:36 p.m. alina 0

Wir lassen die Tür immer auf, wahrscheinlich für den anderen, der noch da ist,
doch Niemand geht hindurch.
Er bleibt vor der Tür stehen und schaut Niemandem zu,
wie er sich zu Bette legt.
Niemand bemerkt Ihn vor der Tür
und Niemand bittet Ihn hinein.
Er starrt ins dunkle Zimmer, schaut auf Niemanden in seinem Bett
und geht.
Niemand bemerkt Sein gehen
und legt sich schlafen.

Niemand hat gesehen, wie Jemand ging.
©Alina Jacobs

April 5, 2016, 11:35 p.m. alina 0

„Ein langer, dunkel, kalter Raum.
Im Grunde ist er gar nicht dunkel und kalt
es brennt nur kein Licht.
Ist er hoffnungslos?
Vielleicht, doch wie sieht denn ein hoffnungsvoller Raum aus?

Ist Raum nicht auch nur ein Synonym für Platz?
Für einen Ort an dem man sich sicher und geborgen fühlt?
Wo man Zuflucht sucht
und sie findet?

Aber wie soll ich Zuflucht finden, wenn es zu viele Türen gibt?
Was ist, wenn ich mich verlaufe, die falsche Tür nehme und meinen Platz,
meinen Ort nicht finde?“

*Dann werd' ich da sein und dir Licht machen.*
©Alina Jacobs

April 5, 2016, 11:33 p.m. alina 0

"Es ist wunderschön", murmelte sie, als sie ehrfürchtig in den wolkenverhangenen Himmel sah, der von goldenem Sonnenlicht getränkt wurde.
Sie wollte diesen Moment einfangen.
"Bitte...warte kurz. Lass es mich festhalten, ja?
Nur ein Bild."

Er trat auf sie zu, hob die linke Hand und tippte ihr sanft mit seinem Zeigefinger gegen die Schläfe.
"Klick", flüsterte er.
"Nun hast du ihn, deinen Moment, zwar nicht auf Papier, aber was ist Papier schon wert?
Glaub mir, es ist wichtiger Dinge im Herzen, als auf Bildern zu haben.
Fotos können vergilben,
Gedanken bleiben."

Sie blickte ihn eine Weile an und dachte nach.
Dachte nach über die Bedeutung seiner Worte - über ihren tieferen Sinn.
Schließlich fokussierte sie ihn mit einem durchdringendem Blick, hob die linke Hand und tippte sich mit ihrem Zeigefinger an die Schläfe...

"Klick".
©Alina Jacobs

April 5, 2016, 11:27 p.m. alina 0

Lichter
Bunte Lichter
und sie tanzen
vor meinen Augen.

Eigentlich mag ich es nicht.
Wenn es nur so vor Farben, Freude, Freiheit
glänzt.

Doch diese Lichter sind gar nicht
friedlich,
auch wenn sie so scheinen
ist es nicht so, wie wir vielleicht meinen
denn die Zauber (können)
leiden...
©Alina Jacobs

April 5, 2016, 11:24 p.m. alina 0

Es war einmal ein alter Mann, der nur noch hinter seinem Fenster hockte und hinaus starrte – in die böse, graue, alte Welt.
Er sah keinen Sinn darin, rauszugehen.
Nicht das es hinter seiner Wohnzimmertür sicherer wäre, nein.
Diese Ansicht vertrat er nicht. Es ging ihm darum, dass er sich nicht präsentieren wollte.
Vor uns – der Gesellschaft, der er nicht angehörte.

Doch er hatte nie die Wahl.
Demokratie, nennen wir es, er nennt es „Augenbinden tragen“.
Er ist ein kluger, alter Mann, darum weiß er, wie wenig seine Weltansicht, die Welt an sich interessiert.
Er hat schon früh gelernt, zu schweigen, da seine Worte, nicht auch nur ein einziges Mal, gewürdigt wurden.

Im Nachhinein, wünsche ich mir, ich hätte ihm zugehört.
Einfach, damit er nicht denkt, dass sein Leben wertlos war.
©Alina Jacobs

April 5, 2016, 11:20 p.m. alina 0

„Warum müssen wir eigentlich erwachsen werden?“
fragte das Mädchen ihre Mutter.
„Damit sich irgendwann Großmutters Satz: „Damit du groß und stark wirst“ bewahrheitet“, erwiderte sie lachend.

„Ich meine das Ernst! Ich finde das ziemlich...gruselig und ich will das nicht! Habe Angst...vor dem Erwachsenwerden“, gestand die Kleine.
„Ich möchte nicht so komisch, wie die anderen Erwachsenen werden, die immer lächeln, nur noch arbeiten und vor lauter Arbeit nicht mehr wissen, WO ihr Zuhause ist und wo sie hingehören.

„Du hast dein ganzes Leben noch vor dir! Du brauchst keinem Klischee von Haus,Kind und Hund folgen...
Genieße diese Zeit, denn sie ist nichts was bleibt.
Schau her“.
Die Mutter nahm die Sanduhr aus dem Regal und drehte sie um.
Der Sand rieselte hinunter.
„Schau, so ist das auch mit der Zeit. Ich kann sie nicht aufhalten...“

„Ich aber“, rief sie und stellte die Sanduhr andersherum.
Dann stockte sie plötzlich: „Warum läuft der Sand denn weiter?“
rief sie sichtlich irritiert aus.
„Er soll stehen bleiben!“

„Siehst du? Das meinte ich. Es gibt Dinge, die wir nicht beeinflussen, geschweige denn aufhalten können.
Die Zeit, um nur ein Phänomen zu nennen. Aber es ist nicht schlimm, sieh wie viel Zeit uns doch gegeben ist!
Es kommt nur darauf an, was wir aus ihr machen...“

„Und was hast du gemacht?“

„Na, dich zum Beispiel!“
Mutter lächelte ihre Tochter an.
„Komm schon, lebe die Zeit in deiner kleinen Ewigkeit.“

„Man Mama, das verstehe ich nicht...
Aber ich möchte, wenn ich dann schon erwachsen werden muss, immer noch... leben – voller Fantasie sein, mich an geheime Plätze träumen und mir aus meiner Bettdecke eine Höhle bauen um mich dort zu verstecken, wenn alles zu viel wird. Will immer noch ungefragt Blödsinn reden und vor Lachen Bauchweh kriegen.
Möchte meine Träume leben, aber gleichzeitig noch welche haben...“

„Das klingt gut...“

„Unterbrich mich nicht, Mami!
Kurz gesagt, ich möchte später so wie du werden.
SO eine erwachsene Person, will ICH sein.“

Sie sah ihre Mutter an,
nahm sie in den Arm und flüsterte:
„Danke, dass du mich nicht alleine erwachsen werden lässt.“
©Alina Jacobs

April 5, 2016, 11:09 p.m. alina 0

Ist die schlimmste Angst, die man haben kann, die Angst vorm Sterben?
Ich habe mir schon früh Gedanken über mein späteres Ableben gemacht...
Genauer gesagt mit sieben.

Es war ein lauer Frühlingsnachmittag, die Sonne schien durch den wolkenverhangenen Himmel und ließ den letzten Schnee schmelzen, sowie die Schneeglöckchen sichtbar werden.
Ich lief über unsere morsche, rote Wippe hin und her,
hoch und runter.
Mein Vater war am Hecke schneiden, ich konnte ihn immer nur kurz sehen, immer dann, wenn die Wippe oben war, erhaschte ich einen Blick auf ihn.

Bei diesem stetigen Auf und Ab kam mir plötzlich eine Frage, eine Frage, die mir seit Uromas Tod nicht mehr aus dem Kopf ging.

„Papa?“
„Ja, Süße?“
„Wie ist das mit dem 'sterben'? Bin ich dann einfach 'weg'? Nicht mehr da oder komme ich in den Himmel? Und wenn ich in den Himmel komme, was mache ich da? Kann ich euch sehen? Ist das so wie auf Erden, bloß ohne Krieg, Angst und Hass? Bloß mit dem Unterschied, dass man nicht (mehr) sterben kann?
Werden wir uns dann im Himmel begegnen, wenn ich auch sterbe?
Aber...was ist, wenn ich in die Hölle komme?“, neugierig sah ich meinen Vater an.

„Hör auf dir darüber Gedanken zu machen...Du bist noch jung, mit ende Dreißig kannst du dich mit so was beschäftigen...“

„Aber ich will das JETZT wissen!“, unterbrach ich ihn.
„Der Tod und das sterben betrifft doch auch mich... Mama sagt immer, die schlimmste Angst, die man haben kann, ist die Angst vor'm sterben...
Wie soll ich keine Angst vor ihm haben, wenn ich nichts über ihn weiß, wenn ich ihn doch gar nicht kenne?“

„Spiel weiter, ich muss die Hecke schneiden.“
©Alina Jacobs

April 5, 2016, 11:03 p.m. alina 0

Und ich zerbreche mein Gewehr
Lasse weiße Tauben in den Himmel fliegen
Male einen Kreis, in dem sich die Balken biegen
Knicke Olivenzweige, denn das ist nicht schwer
Bastle einen Papierkranich
Die weiße Flagge liegt mir zu Füßen, doch du glaubst mir nicht
Lasse eine Fackel brennen
Lerne den Regenbogen kennen
Strecke den Zeige und Mittelfinger meiner linken Hand empor

Doch merke zu spät, wie (s)ich diese Welt verlor.
©Alina Jacobs

April 5, 2016, 10:53 p.m. alina 0

Bloß ein leeres Wort?
Welches uns Angst macht?
Gibt es ihn überhaupt an diesem Ort?
Oder ist er noch nicht in unseren Herzen erwacht?

Ist er nicht für alle da?
Kann man ihn teilen?
Ist diese Vorstellung wirklich wahr,
Oder müssen wir im Krieg verweilen?

Was werden unsere Kinder sagen?
Sie hatten noch kein Recht zum Leben.
Werden sie wegen der Ungerechtigkeit klagen?

Ist es nicht unsere Pflicht ihnen eine Welt in Frieden zu geben?
©Alina Jacobs

April 5, 2016, 10:52 p.m. alina 0

"Hier, versuch mal dein Glück.
Aber du darfst nicht zu kompliziert denken, obwohl du es tun wirst, da du ein Mensch bist und Menschen denken kompliziert.
Dennoch ist es okay, ich kann es dir nicht verübeln."
Nachdem du eine Weile (hoffnungslos) vor dich hin probiert hast, gebe ich dir einen Tipp.

"Du denkst logisch, sprich eine symmetrische Fläche auf eine andere... doch was ist, wenn du anfängst unlogisch zu denken?
Beispielsweise das eine Viereck um 90 Grad drehst?"
"Das verändert doch auch nichts!"
"Das verändert alles," erwidere ich und lächle, als ich sehe, wie du anfängst zu grinsen, weil die Lösung doch so einfach war.
Ja, sie war einfach, doch leider denken wir nicht einfach ---> vielleicht sollten wir anfangen, an viele Probleme so ran zugehen, wie an einen Tetraeder...

Kompliziert, doch mit einem Freund, der neben einem steht und im letzten Moment den ausschlaggebenden Hinweis gibt.
Du brauchst nicht 'einfach' an eine Sache ran zugehen, das wäre zu viel verlangt.
Du brauchst bloß jemanden, der bereit ist deine Probleme einfach zu betrachten.

"So, nun bist du dran, mir etwas Kompliziertes einfach zu machen."
Ich gebe dir meinen Zauberwürfel, den Würfel, der für mich ein ungelöstes Geheimnis ist.
Du nimmst ihn in die Hände, flink drehen deine schlanken Fingern an den Steinchen und um mir zu demonstrieren, wie leicht es dir fällt, schaust du mir dabei in die Augen.

Doch auch du machst Fehler, denn mit der Zeit werden deine Bewegungen grob, weniger geschmeidig und dann knackt es.

Es knackte in meinem Würfel, er fiel auseinander und zerbrach.
Nun liegt mein Quadrat in Scherben, denn du warst nicht in der Lage, mir mein Problem 'einfach' zu machen...
Schade eigentlich.
©Alina Jacobs

April 5, 2016, 10:45 p.m. alina 0

Ich laufe durch die Stadt in der Hand
meine pinke Brotdose.
Die Leute gaffen mich an, ich drücke meine Finger fester um
meine pinke Brotdose.
Ich sehe Menschen die ich kenne, schnell wechselt die Hand, nun liegt sie in der Linken,
meine pinke Brotdose.
Ich kriege Hunger und öffne sie, nun ist sie leer,
meine pinke Brotdose.
Ich kriege Angst, denn es ist dunkel und ich höre Schritte, um mich abzulenken klappe ich sie
auf und zu, auf und zu,
meine pinke Brotdose.
Plötzlich packt mich jemand am Arm, da reiße ich meine Hand hervor und werfe sie auf meinen Angreifer,
meine pinke Brotdose.
Ich renne weg, schnell nach Haus, als ich mich umdrehe liegt sie da, einsam und verlassen,
meine pinke Brotdose.
Am nächsten Tag komme ich um sie zu holen, doch sie ist nicht mehr da, sie ist weg,
meine pinke Brotdose.
Ich vermisse sie,
meine pinke Brotdose.

Und Mama fragt: "Wo ist sie,
deine pinke Brotdose?"
©Alina Jacobs
- Für meinen Opa <3

April 5, 2016, 10:34 p.m. alina 0

Weiße Rose
auch sie ist gebrochen
und ich habe mich an ihren Dornen gestochen
Nun läuft rot über weiß
sie hat so lieblich gerochen
Doch kann man mit roten Rosen noch auf Frieden hoffen?
©Alina Jacobs

April 5, 2016, 10:28 p.m. alina 2

Es könnte so einfach sein.

Und doch…gibt es immer wieder Situationen in denen man sich vom kompletten Gegenteil überzeugen darf.
Aber ist das nicht eigentlich gegen unser Verständis von Leben?

Wollen wir uns nicht alles möglichst einfach und unkompliziert machen?

Leben ist also manchmal wie Software. Sie soll einfaches erreichen und ist trotzdem kompliziert.

Schade eigentlich.

April 5, 2016, 10 p.m. till 0