Der Stern, der vergisst
Wäre ich ein Stern, würde ich als Schnuppe für dich
zweimal über’s Himmelszelt fliegen,
so kriegst du noch mal die Möglichkeit,
das Sternenzelt zu lieben
und dir zu wünschen,
was du sehnlichst willst.
Doch vermutlich behagt dir meine Aufmerksamkeit nicht.
Bist niemand, der nur der Worte wegen spricht
oder beim sich Verhalten performativ ist.
Vielleicht wäre es dir unangenehm und du wärst ein bisschen nervös,
wie beruhigen sich deine zappelnden Beine bloß?
Ich will ehrlich sein,
vielleicht würde ich nicht nur deinetwegen
ein zweites Mal über’s Himmelszelt schweben.
Vielleicht hätte ich auch etwas Vergessen oder verloren,
und trotzdem wird für dich ein zweiter Wunsch geboren.
Und ich möchte, dass du ihn nutzt und dich fragst, was du willst.
Ich möchte, dass du diesem wunderschönen Leben in die Augen blickst
ich will, dass dein Leben warm ist, nur mit dem nötigsten Verzicht.
Ich will, dass dir die Zukunft Spaß macht
und dass du sie kreierst.
Ich will, dass du inspirierende Gespräche hast
und über unglaubliches Phantasierst!
Ich will, dass du Menschen findest, die dich respektieren,
die sich in deinen Worten verlieren
und die dich in deiner Gänze akzeptieren.
Ich will, dass Menschen sehen, was du mir zeigst.
Ich will, dass deine Neugierde auf Menschen bleibt
und dass du dir immer zuerst selber reichst.
Das waren jetzt aber mehr als zwei Wünsche für dich,
bitte verrat‘ mich nicht, aber ich glaube ich bin sehr
vergesslich.
[...]
Und du schaust
liegend auf der Tischtennisplatte
in den Horizont,
der auf einmal
mehr als genug
verglühende Sterne
in sich hat.