Abschied

Ich weiß, dass wir die selbe Sonne sehen,
Und doch nicht die gleichen Winde zwischen uns wehen.

Ich weiß, dass du gerad an mich denkst,
Und dich fragst, wer dir hat den Vogel geschickt.

Denn der Vogel, der ist von mir,
Ein schönes Liedchen soll trillern er dir.

Ich hoff, dass du nicht vergessen mich hast,
Denn der Gedanke an dich macht einfach nicht Rast.

So viele offene Fragen,
Und ich würd' dir gerne noch Einiges sagen.

Doch das kann ich nicht machen,
Denn sonst würdest du nicht mehr über mich wachen.

Mir mein Herze weiter brechen,
Und ich könnt mich nicht mal rächen.

Nun geht die Sonne unter
und meine Gedanken an dich,
Sie werden dunkler.

Ich kann nicht mehr mit dir sprechen,
Denn sonst wird etwas in mir zerbrechen.

Das Versprechen nicht unterzugehen
und auf dich zu warten,
Ich bleibe stehen.

Fragend suchen deine Augen meinen Blick,
Doch vergeben, dass kannst du mir nicht.

Eine Frage, mir auf der Zunge brennt,
Die Antwort nur einer kennt.

Salz läuft mir aus den offenen Augen,
Ich würd so gerne deiner Lüge glauben.

Doch die Wahrheit, die ist mir klar.
Es ist die gleiche, wie vor einem Jahr.

Ich kann dir immer noch nicht das Wasser reichen,
Dennoch musst du heute vor mir weichen.

Denn nun werd ich auf eine weite Reise gehen,
Du wirst mich danach nie wieder sehen...
©Alina Jacobs